Das war unsere SPIEL 2018 in Essen

Hallihallo!

Heute gibt es mal einen Samstags – Beitrag!

Wir waren am Donnerstag und Freitag auf der SPIEL. Die Messe ist bei uns zum alljährlichem Pflichtprogramm geworden und diesmal waren wir zum dritten Mal Werktags vor Ort. Zwar sind die Hallen trotzdem ziemlich voll, aber insgesamt ist es doch ein wenig entspannter, als am Wochenende. Außerdem kann man so notfalls immernoch am Wochenende hinfahren, wenn man vorher nicht alles geschafft hat 🙂

Am Donnerstag waren wir ca. 15 min vor Einlass am Eingang Süd und diesmal mussten alle draußen warten – sonst konnte man vorher immer in das Foyer hinein. Dort mussten wir uns auch noch gedulden, so dass wir um 10:30 Uhr endlich die Halle 1 betreten konnten! Die Ticketkontrolle war diesmal anscheinend nicht gut durchdacht. Ein Mann vor uns meinte, dass er schon seit 25 Jahren zur Messe geht und so etwas noch nicht erlebt hat

Unser Weg (bzw. unsere Liste) führte uns zunächst nach Halle 2 und von dort in die hinteren Hallen 4, 5 und 6. Danach bahnten wir uns den Weg nach Halle 3 und Halle 1 haben wir am Donnerstag größtenteils ausgelassen. Dafür waren wir am Ende nämlich zu platt.

Am Freitag haben wir den neuen Messe- Eingang an der Halle 6 benutzt und sind dann in Richtung Halle 1 gelaufen. Die hatten wir uns am Donnerstag ja nicht wirklich angesehen. Danach haben wir geschaut, was noch auf unserer Liste draufstand und sind ansonsten einfach so durch die Hallen geschlendert und haben ein paar Spiele angespielt.

Doch was haben wir denn angespielt/angesehen? Und was haben wir mit nach Hause genommen?


Angesehen und erklären lassen haben wir uns als erstes „Titan“ (Halle 2/ Holy Grail). Dabei handelte es sich allerdings um einen Prototypen –  nächstes Jahr soll das Spiel über Kickstarter finanziert werden und übernächstes Jahr soll es dann erhältlich sein.

Die Menschheit breitet sich im Weltall aus und dafür werden Ressourcen benötigt. Auf dem Saturnmond Titan haben sich große Unternehmen niedergelassen, um wertvolle Rohstoffe abzubauen. Hierfür müssen wir unser Transportnetzwerk ausbauen und Gebäude aktivieren, etc.

Jedenfalls soll es, wenn es fertig wird, ein komplexeres Workerplacement – Spiel sein, das uns durchaus interessieren würde.


 

Bildquelle: https://boardgamegeek.com/image/4257368/pepper-carrot-potion-contest

Angespielt haben wir Pepper&Carrot (Halle 5/ Boardgamecircus). Ich hatte das Spiel auf meine Liste gesetzt, weil ich das Schachtelcover niedlich fand und weil sich der Spielablauf eigentlich ganz nett angehört hat (ich hatte mir dazu 2 Videos angeschaut).

Auf einem Tableau werden zufällig die Zutaten für 3 Tränke ausgelegt (mit 4, 5 und 6 Zutaten). Diese muss man auf dem eigenen Tableau, wo die Plättchen ebenfalls zufällig ausgelegt werden, herstellen. Durch Karten wird bestimmt, wie man die Plättchen bewegen darf (vertauschen, drehen, Reihe verschieben…). Hat man die benötigten Tränke in der richtigen Reihenfolge über eingezeichnete Verbindungslinien miteinander verbunden, wird der jeweilige Trank als „fertig“ markiert.

Die Aktionskarten liegen für alle offen aus und werden der Reihenfolge nach abgehandelt. Sind alle mit einer Karte fertig, wird die nächste aufgedeckt… Wenn nun jmd. nicht auf dem ersten Blick sieht, wie er die Plättchen auf dem eigenen Tableau bewegen muss und daher lange über den Zug nachdenkt, dann kann sich die Wartezeit für die anderen Spieler in die Länge ziehen. Generell hat man keine Interaktion mit den Mitspielern, außer man braut den Trank, den der andere grad‘ herstellen wollte.

Sogesehen ist Pepper&Carrot für mich kein Spiel, sondern ein Puzzle, das man am besten alleine löst.


Bildquelle: https://boardgamegeek.com/image/4316189/project-l

Ebenfalls angespielt haben wir „Project L“ (Halle 2/ Boardcubator); auch ein Kickstarter – Projekt, das aber schon finanziert worden ist und nächstes Jahr in den Versand geht.

Das Spielmaterial ist relativ hochwertig, aber die Kosten für das Spiel und den Versand haben meinen Freund schon im Vorfeld davon abgehalten, es bei Kickstarter zu unterstützen. Die Basis- Version kommt aber vielleicht irgendwann in den regulären Handel, so dass wir Project L im Auge behalten werden. 

Ach ja: grob gesagt geht es darum, die Plättchen mit den passenden tetrisartigen Puzzleteilen zu befüllen. Der Spielablauf ist schnell erklärt, macht Spaß und ist auch fordernd. Denn: man hat nicht von Beginn an alle Puzzleteile, sondern bekommt sie als Belohnung durch das Erledigen der anderen Puzzle.


Ein weiteres Spiel, das auf meiner Liste stand, war „Kero“ (Halle 3/ Hurrican). Das ist ein würfelbasiertes 2- Spieler – Spiel, das über Asmodee erhältlich sein wird.

Beschreibung von Asmodee :

„Im Jahr 2471 hat sich die Welt verändert. Stämme ziehen durch das Land, immer auf der Suche nach Ressourcen, Nahrung, Verbündeten und vor allem Treibstoff für ihre großen Trucks. Doch Kero ist rar geworden und ohne es können die Stämme ihre Trucks nicht losschicken. Nur mit ihren Fahrzeugen können sie die Umgebung erkunden, neue Gebiete erobern, Ressourcen sammeln, um ihr Lager auszubauen oder Hilfe der örtlichen Tuareks erlangen. Zwei dieser Stämme wetteifern nun um die Kontrolle über die bedeutendsten Gebiete. Welcher von ihnen wird weit genug fahren können, bevor ihm das Kero ausgeht?

Kero ist ein schnelles Würfelspiel für zwei Personen. Darin versuchen die Spieler so schnell wie möglich die Ergebnisse zu erwürfeln, die sie jeweils brauchen. Dabei gilt es, genau abzuschätzen, wie lange sie ihr Glück versuchen oder wann sie besser aufhören. Denn das kostbare Kero wird in ihren Trucks als Sanduhr dargestellt. Ist diese komplett abgelaufen, ist der Tank leer und der Zug zu Ende.“

Optisch ist Kero auf jeden Fall ein Highlight, doch war uns die Würfelei zu hektisch und wir sehen darin auch keinen Langzeitspielspaß. Es war einfach nur ganz okee. Ich fand das ziemlich schade, denn ich hatte mir mehr von dem Spiel erhofft.


Ein weiteres Spiel, das im Prinzip nur ein Eyecatcher ist, ist „Princess Jing“ (Halle 3/ Matagot). Das 2- Personen – Spiel stand schon letztes Jahr auf unserer Anspiel- Liste, aber da war es noch nicht auf der Messe zu sehen.

Die Prinzessin Jing möchte zu ihrem geliebten Wächter auf der anderen Seite des Palasts gelangen. Dafür müssen die Sichtschirme bewegt werden. Unser Mitspieler weiß natürlich nicht, ob wir tatsächlich den Sichtschirm mit der Prinzessin bewegen, oder zur Verwirrung nur leere Sichtschirme umhersetzen. Und unser Gegenüber hat übrigens das gleiche Ziel; das Spiel ist also nicht asymmetrisch aufgebaut, wie bei manchen anderen 2er- Spielen, wie Raptor oder Drako, wo es 2 verschiedene Parteien gibt.

Princess Jing ist ein hübsch aufgemachtes Bluff- und Ratespiel, das für zwischendurch mal ganz nett ist, aber für uns kein must- have darstellt. Daher ist die Prinzessin auf der Messe geblieben.


Ein weiterer Vertreter aus der Kategorie „Spiele mit tetrisartigen Teilen“ war „Scarabya“ (Halle 3/ Blue Orange). Ein buntes Legespiel, bei dem wir Archäologen sind und die goldenen Skarabäen ausgraben möchten. Hierfür müssen wir die Ausgrabungsstellen mit den tetrisartigen Puzzelteilen eingrenzen. Für jeden so eingegrenzten Käfer gibt es Punkte, die wiederum von der Feldgröße abhängig sind.

An sich ein ganz nettes Legespiel, bei dem die Ausgrabungsstätten auch stets variabel aufgebaut werden können, doch für uns war auch Scarabya kein must- have.


„Gravity Superstar“ (Halle 3/ Sit Down!) war ebenfalls ein ganz nettes Spiel, das uns aber auch nicht vom Hocker gehauen hat.

Auf dem Spielplan sind Sterne verteilt, die unsere Spielfigur durch das Fallen einsammeln muss, da die Sterne am Ende Punkte wert sind. Die Figur fällt so lange, bis sie auf eine Plattform trifft. Da das Männchen sich nur in die Richtung bewegt, wo die Füße hinzeigen, gibt es Karten, mit denen man sich vor dem Fall bewegen darf; z.b. drehen oder hochspringen und 1 Feld seitlich bewegen.

Optisch ist Gravity Superstar durchaus ansprechend und für ab- und zu auch ganz ok, aber für unsere Spielsammlung kommt es nicht in Frage. Wir möchten uns nicht jedes Spiel kaufen, das „ganz nett“ ist – solche Spiele kommen bei uns einfach zu selten auf den Tisch. Dafür haben wir genug andere kleine Spiele, die wir lieber mögen.


Bildquelle: https://boardgamegeek.com/image/4012064/tales-glory

Und zur guter Letzt noch ein Spiel, das wir bloß angespielt, aber nicht gekauft haben (wobei ich da auf die Meinungen zur Spielbarkeit zu zweit abwarten möchte, da es uns an sich gut gefallen hat): „Tales of Glory“ (Halle 2/ Ankama). 

Wir sind Helden und möchten im Laufe unseres Lebens natürlich viel Ruhm erlangen. Hierfür müssen wir im Laufe des Spiels verschiedene Plättchen („Quests“) erwerben, die wir an unser Startplättchen anlegen. Dadurch erhalten wir verschiedene Belohnungen (Gold, Tränke, Kampfstärke…), die wir wiederum für andere Plättchen benötigen.

Zu viert hat das Spiel Spaß gemacht, doch ob es zu zweit auch funktioniert, bleibt noch abzuwarten. Zwar ist die Plättchenauslage dann reduziert, aber ich kann mir vorstellen, dass man sich dennoch nicht sehr in die Quere kommt.

Hübsche Aufmachung; viel Material; stets variabel
So könnte der Lebensweg eines Helden aussehen

Das waren sie – unsere angespielten Spiele. Wie schon geschrieben, kaufen wir uns nicht jedes Spiel. Unsere Sammlung ist schon relativ groß und viele der (kleineren) Spiele kommen gar nicht so oft auf den Tisch. Sicherlich sind darunter nicht nur superklasse Spiele, aber gerade deshalb gehen wir inzwischen doch etwas kritischer vor, bevor wir uns etwas neues kaufen.

Zugegeben  – die Spiele, die wir uns gekauft haben, haben wir auch nicht alle angespielt (außer Orbit Battle, Tricky Ways und Warigin; die werde ich noch genauer vorstellen), aber da wissen wir dennoch ungefähr, was uns erwartet. Gerne hätten wir noch Everdell und Newton gekauft, aber dafür waren wir stets zu spät dran. Gugong hätten wir gerne angespielt, da uns das Spiel sehr interessiert, aber wir hatten kein Glück mit den Tischen, so dass wir erstmal abwarten, was die Netzgemeinde zur Spielbarkeit zu zweit sagt. Und ansonsten hoffen wir, dass wir es nä. Jahr in Ratingen oder Duisburg anspielen können.

Das ist unsere Beute:

In der schwarzen Schachtel steckt „Warigin“.

Auf diese Spiele werde ich in nächster Zeit genauer eingehen.

Ich hoffe, ihr hattet ebenfalls eine schöne Messezeit und konntet vieles mitnehmen, was auf eurer Liste gestanden hat.

 

LG,

KR

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