KW19: Kultur, Türmchen und Insekten

Hallo liebe Leute! Ich hoffe, ihr hattet alle eine schöne Woche und ein ebenso schönes Wochenende. Links seht ihr ein Bild vom frisch aufgegossenem Minztee, wo ich noch einen Fotofilter drübergelgt habe. Total unspektakulär, aber ich wollte das Bild dennoch hochladen. 🙂

Diese Woche war ich wieder am Dienstag beim Yoga. Diesmal war aber gar nicht unsere Lehrerin da, sondern ein Stellvertreter… und schon kurz nach Beginn der Stunde haben wir eine neue Position gelernt… die Löwenposition… nicht gerade mein Favorit! Man setzt sich total angespannt in den Fersensitz, streckt die Zunge raus, rollt die Augen nach oben und atmet laut aus, so als ob man ein irgendwas auswürgen möchte. Das ganze haben wir 3x gemacht… ich glaub´, wir waren alle happy, als diese Übung vorbei war. 🙂 Die restliche Stunde verlief dafür relativ normal, wenn auch die Erklärungen z.T. etwas verwirrend für uns alle waren, aber wir haben viel gelacht und am Ende der Stunde hat man auch gemerkt, das man was getan hat.


Am Donnerstag haben mein Freund und ich uns Kultur angetan – wir waren nämlich im Theater. Meine Freundin macht bei der Theatergruppe Dead Parrot Theatre mit und diese Woche führten sie das Stück „Blutherbst“ auf. Dieses spielt in London, Jahr 1888 und es geht, grob zusammengefasst, um Jack the Ripper. Das Stück ist aber nicht so düster, wie man es sich vllt. denken mag – der Autor, John Schöllgen, baut in seine Stücke (zumindest in die, die ich bisher von den Parrots gesehen habe) meistens auch eine gute Portion Humor mit ein. Das nächste Stück – Titel und Thema noch nicht bekannt – wird wohl irgendwann im Herbst/ Winter seine Premiere haben. Aufgeführt werden die Stücke meistens im Theatermuseum in Düsseldorf – wer Interesse hat, sollte sich schon bald nach Bekanntwerden der Termine Karten besorgen, denn platzmäßig ist es doch relativ kuschelig in dem kleinen Saal.


Am Samstag wollte ich eigentlich nochmal nach Düsseldorf fahren und dort ein Bastelgeschäft unsicher machen, aaaber natürlich war am Wochenende Schienenersatzverkehr angesagt, so dass ich kurzerhand in die andere Richtung gefahren bin – nämlich nach Hagen. Dort hatte mir die Internetsuche nämlich auch ein großes Geschäft für Bastelbedarf angezeigt.

Groß war der Laden auf jeden Fall und sie hatten auch viele tolle Sachen da und die haben mich auch auf gute Ideen gebracht (mein Freund muss jetzt Kronkorken sammeln und ich werde mir demnächst Betonpaste und Metalleffekt – Farbe besorgen), aber das, was ich gesucht habe, gab es vor Ort nicht: nämlich Stanzen für Stanzmaschinen. Schade aber auch. Meine Mutter hat nächsten Monat Geburtstag und da möchte ich natürlich eine besondere Karte machen. Eine Idee habe ich zumindest schon so halbwegs und daher werde ich im Laufe der kommenden Woche auf jeden Fall nach Düsseldorf fahren.

Was bisher zu ca. 90% fertig ist, ist die „Explosionsbox“ für die Kollegin meiner Mutter. Was mir noch fehlt, ist eine kleine graue Babykatze von Playmobil. Ich hatte mir zwar eine über’s Internet gekauft, aber die Sendung ist anscheinend unterwegs verloren gegangen 🙁  Die Katze soll jedenfalls auf das Schiffsdeck. Außerdem wird die Box noch von Außen etwas dekoriert, damit sie nicht ganz so langweilig aussieht.


Sooo, kommen wir jetzt zu den Spielen. Eines davon ist ein Kinderspiel, nämlich: Spinderella. Das war ein Flohmarktfundstück und was für eins! Nur 3€ hat es gekostet und war komplett und unbespielt. Ein Superschnäppchen! Zwar haben wir keine Kinder, aber wer weiß, was die Zukunft bringt…

 

Spinderella erschien im Jahr 2015 beim Verlag Zoch und wurde auch direkt zum Kinderspiel desselben Jahres gewählt. Der Autor ist Roberto Fraga und die Illustrationen stammen von Doris Matthäus. Es ist für 2-4 Kinder ab 6 Jahren, doch ein Erwachsener sollte ihnen das Spiel erstmal erklären.

Im Grunde ist Spinderella ein einfaches Laufspiel – die eigenen 3 Ameisen müssen von A nach B laufen, dabei dürfen sie nicht von der Spinne gefangen werden, da sie sonst wieder auf dem Startfeld beginnen müssen. Was das Spiel so toll macht, könnt ihr an den folgenden Fotos sehen.

Das Spiel ist total schön aufgemacht und hat durch das Material ein einladenden Charakter. Ein Erwachsener sollte aber dabei sein, denn ich denke, dass es für jüngere Kinder anfangs noch schwer ist nachzuvollziehen, wie die beiden Spinnenbrüder bewegt werden müssen, damit Spinderella sich auch in die gewünschte Richtung bewegt.


Verlassen wir nun den heimischen Wald und begeben wir uns in sonnigere Gefielde – nach Griechenland, nach Santorini.

Santorini ist ein Spiel für 2-4 Personen ab 8 Jahren. Erschienen ist es im Jahr 2016 bei Roxley/Spin Master Ltd und der Autor ist Gordon Hamilton. Für die Grafik/ das Design sind David Forest und Lina Cossette, sowie Gavan Brown verantwortlich.

Santorini ist ein sehr schnell erlerntes Spiel: man bewegt eine der beiden eigenen Figuren, baut dann ein Gebäudeteil und gewonnen hat, wessen Figur als erste in der 3. Etage ankommt.

In einer 2-Spieler Partie kann man gut auf den Mitspieler achten – „wenn ich das mache, macht er vllt. das und dann kann ich…“  So kommt in dieses hübsch aufgemachte Spiel auch durchaus etwas Taktik hinein. Als Einstieg in einen kleinen Spieleabend oder zwischendurch ist es ganz nett.

Mit 4 Spielern würde ich das Spiel allerdings aufgrund des Team-Zwangs nicht spielen wollen. Da gibt es sicherlich bessere Team – Spiele.

Wäre das Spiel nicht im Sonderangebot gewesen, hätte ich es mir wahrscheinlich eher nicht gekauft, denn auf dem ersten Blick hat es für mich eine große Ähnlichkeit zu „Torres“. Außerdem gibt es im Internet die Regeln für Santorini zum herunterladen, so dass man es auch tatsächlich auf dem Torres- Spielplan spielen kann, sofern man es besitzt.

Aber letzendlich besteht die Ähnlichkeit bloß darin, dass der Spielplan aus quadratischen Feldern besteht und Gebäudeteile aufeinander gesetzt werden…


Torres ist ein Spiel von Michael Kiesling und Wolfgang Kramer aus dem Jahr 1999. Die Grafik hat damals Alessandra Cimatoribus erstellt und es ist für 2-4 Spieler ab 12 Jahren. Erschienen ist es damals bei F.X Schmid/ Ravensburger; inzwischen gibt es davon eine Neuauflage. Im Jahr 2000 wurde es zum „Spiel des Jahres“ gewählt.

Während man bei dem o.g. Santorini immer nur 2 Aktionen hat (Laufen und Bauen) und als Ziel die 3. Etage eines Gebäudes erreichen muss, hat man bei Torres pro Zug 5 Aktionspunkte zur Verfügung. Das Spiel geht über 3 Phasen und in jeder Phase ist man 4x am Zug (bei 2 Spielern). Nach jeder Phase gibt es eine Wertung und wer am Ende die meisten Punkte hat, hat gewonnen.

Man punktet durch den Ausbau der Burgen: bei den Wertungen multipliziert man die Grundfläche der Burg mit der Ebene, auf der die eigene Figur steht.

 

 

Wie man sehen kann, sind sich Santorini und Torres doch nicht so ähnlich, wie man zunächst vllt. denkt. Torres bietet einem wesentlich mehr Aktionsmöglichkeiten und ist dadurch auch komplexer. Mir gefällt es jedenfalls besser, als Santorini.

Zudem bietet Torres einem auch die „Meister“- Version an. Die Aktionskarten werden dann nicht mehr von einem gemeinsamen Stapel gezogen, sondern jeder erhält einen Stapel Aktionskarten in der eigenen Farbe. Die ersten 8 Bausteine werden von den Spielern auf beliebige Felder gestellt (wobei dabei eine kleine Regel beachtet werden muss) und es wird eine Aufgabenkarte aufgedeckt, die für alle Spieler gilt.


Bis zum nächsten Mal,

Grüße,

KR

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