Leipzig Tag 1

Wie versprochen, folgt diese Woche mein Rückblick auf den Leipzig- Kurztrip letzte Woche.


Mittwoch, 3. Oktober 2018 – wir fahren nach Leipzig! Der Hauptgrund für den Kurztrip ist die Messe „Modell – Hobby – Spiel“, welche vom 05.-8.10. stattfindet.

Nachdem ich letztes Jahr auf einer kleinen Kreativmesse in der Wuppertaler Uni-Halle war, fragte mich mein Freund, ob sich die Veranstaltung auch für ihn lohnen würde… das war leider nicht der Fall, so dass ich geschaut habe,  ob es irgendwelche Veranstaltungen gibt, die für uns beide interessant sein könnten. Dabei ist mir eingefallen, dass in Leipzig immer eine Hobbymesse stattfindet…

Und so kam es dazu, dass wir heute ca. 6 Stunden im IC in Richtung Osten gefahren sind. Überraschend ist der Zug pünktlich abgefahren und mit nur ein paar Minütchen Verspätung sind wir in Leipzig angekommen.

Während der Fahrt hatten wir eine große Gruppe älterer Damen im Abteil, die Dank Likörchen und Prosecco lauter waren, als so manche Jugendliche, über die man sich ja sonst immer beschwert. Ich glaub‘, in der Hinsicht sind mein Freund und ich mental schon grumpy Rentner, die während einer Zugfahrt einfach Ruhe haben möchten 🙂

Am Leipziger Hauptbahnhof herrschte für einen Feiertag ziemlich geschäftiges Treiben. Im Bahnhof ist nämlich eine kleine Shoppingmall drin, wo sämtliche Fressbuden aufhatten . Außerdem war auch der dortige Lebensmitteldiscounter geöffnet, wo wir später ein wenig eingekauft haben.

Unsere Unterkunft hatten wir wieder über Airbnb gebucht und während die Wohnung im DDR- Stil eingerichtet war, war der Weg, wie man erstmals in die Wohnung hineinkommt, ziemlich modern.

Vor dem Tor des Innenhofs mussten wir einen Link über das Smartphone öffnen, dort eine PIN eingeben und die Türklingel betätigen. Daraufhin hat das Tor gesummt, wir konnten hindurchgehen und auch die Haustür hat gesummt, bis wir sie geöffnet haben. Vor der Wohnungstür mussten wir dann nochmal auf den Link gehen und auswählen, dass Tür geöffnet werden sollte. In der Wohnung lag dann der Wohnungsschlüssel. Das hatte ein bisschen was vom Escape- Room… ist der Code richtig? Öffnet sich die Tür?

Einerseits ist es für die Vermieter praktisch, da sie so nicht zur Schlüsselübergabe erscheinen müssen, andererseits muss man als Mieter ein Smartphone mit mobilem Internetzugang haben… Außerdem finde ich das irgendwie spooky… Sowas kann man bestimmt auch hacken… für die Nacht haben wir die Wohnungstür jedenfalls extra abgeschlossen. Nicht, dass sie plötzlich aufgeht oder so 🙂


Nachdem wir uns ausgeruht haben, sind wir in Richtung Zentrum spaziert. Von Ende September bis heute fanden die Leipziger Markttage statt, so dass wir gemütlich über den Marktplatz geschlendert sind. Durch die Buden wirkte alles beinahe weihnachtlich… es haben nur Tannenbäume und winterliche Temperaturen gefehlt.

Außerdem haben wir uns ein paar Speisekarten der umliegenden Restaurants angeschaut und beschlossen, am Abend in „Auerbachs Keller“ zu gehen.

Dieses Restaurant ist wohl das bekannteste in Leipzig, weil schon Goethe dort eingekehrt ist und eine Szene in seiner Tragödie um Dr. Faust in ebendiesem Keller spielt.

Der „große Keller“ bietet gutbürgerliche Küche an und wir hatten Glück, dass wir nur 10 Minuten auf einen freien Tisch warten mussten.

Dafür, dass der Laden brummte, war die Bedienung relativ flott, die Portionen hingegen waren irgendwie… ungerecht…? Meine Portion hatte eine gute Größe zum sattwerden; die Portion von meinem Freund hatte hingegen eher was von einer etwas größeren Vorspeise. Geschmeckt hat uns das Essen zwar schon, aber es hätte z.T. einfach mehr sein dürfen.  

Nach dem Essen sind wir dann wieder zur Wohnung zurück und haben faul auf der Couch einen Film geschaut und den Tag in Ruhe ausklingen lassen.

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