Queensdale – 1. + 2. Epoche – Achtung, Spoiler!

Hallo liebe Mitspieler,

in diesem Blog werde ich zu „The Rise of Queensdale“ nach (fast) jeder Partie Berichte erstellen. Deshalb solltet ihr nur dann weiterlesen, wenn ihr Queensdale schon gespielt habt oder wenn ihr gar nicht erst vorhabt, euch das Spiel zu kaufen, aber dennoch neugierig seid.


25.04.2018:

Es geht los mit einem kleinen Bericht zu den ersten beiden Partien. Da das mein erster Spielbericht ist, den ich leider erst paar Tage nach dem Spielen tippe, kann es sein, dass alles etwas durcheinander ist.

Worum es bei dem Spiel generell geht, habe ich bereits hier geschrieben (ohne Spoiler).

Der Spielaufbau war schon spannend. Wir spielen zu zweit und daher werden auf dem Spielplan, der aus 4 Teilen besteht, einige Felder mit passenden Aufklebern überklebt. Wenn man das ordentlich macht, dann sieht man auf dem ersten Blick gar nicht, dass etwas überklebt worden ist. Auch bei 3 Spielern müssen Felder verdeckt werden.

Die Klebe-Aktion war damit aber nicht beendet. Auch die eigenen 5 Würfel mussten auf allen 6 Seiten mit Stickern versehen werden (Symbole: Erz, Holz, Gold, Lehm und Aktion).

Ganz spannend waren aber die eigenen Charaktere. Denen musste man Namen vergeben, also direkt auf das Tableau schreiben und ich habe ganz schön lange gebraucht, bis mir einer eingefallen ist. Immerhin behalte ich den Charakter für den Rest des Spiels! Zu dem Charakter kann man sich noch ein Familienwappen auswählen – es stehen pro Charakter 3 zur Auswahl. (Das Wappen wird in das Charaktertableau eingesetzt.)

Desweiteren bekommt jeder Charakter eine Familiengeschichte. Es stehen 4 zur Auswahl und jedem Spieler wird eine davon per Zufall ausgehändigt. Dadurch wird auch festgelegt, ob der Spieler z.B: ein Händler, Chronist, etc. ist – dementsprechend wird auch hierzu ein Symbol in das Charaktertableau gesetzt.

Hier ist meine Kritik, dass die 4 Geschichten auf einem großen dünnen Blatt aufgedruckt sind. Man muss das Blatt also in 4 Teile schneiden und nicht jeder hat ein Händchen für ordentliches ausschneiden. Da wäre ein Stanzbogen mit 4 Karten zum auspöppeln wesentlich besser gewesen.

Wofür die Familiengeschichten gut sind, wissen wir noch nicht, aber ich vermute, dass man später dadurch gewisse Vorteile hat.

Das ist mein Charakter… ausnahmsweise spiele ich gelb. Die blaue Frau fand ich einfach nicht cool genug. Was die Namensgebung angeht: für die, die es nicht verstehen: „Sur-Namé“ = engl. „surname“ = „Nachname“… voll kreativ, oder? 🙂 Rechts neben dem Kopf seht ihr mein Wappen und darunter mein Händler – Abzeichen.
Knut Knutson der 3 1/2te … neben Knut ist die Epochenübersicht. In der ersten Epoche muss man 10 Punkte erreichen und welche Aktionen wieviele Punkte geben, steht daneben.

Hier seht ihr einen Teil vom Aufbau. Die beiden Tableaus haben noch viele freie Felder, die darauf warten, beklebt zu werden. Wie bereits beim ersten Einblick geschrieben, sind sie leider aus relativ dünner Pappe. Oben links auf dem Tisch sind Gebäude zu sehen, die man in der ersten Epoche bauen kann. Sie bleiben so lange liegen, bis sie verbaut sind und nicht alle können dieselben Gebäude bauen. Hat sich z.B. mein Freund das Produktionsgebäude für Erz aus der 1. Epoche gekauft, habe ich halt Pech gehabt. Bei 2/3 Spielern werden außerdem nicht alle Gebäude verbaut.

Von den ausliegenden Karten haben wir in unseren ersten beiden Partien nur die ersten 3 grünen, eine rote und eine der Botenkarten lesen können.

Bei jeder Epoche startet man ganz unten, auf dem ersten Feld der Siegpunktleiste. Dadurch, dass man durch das Erreichen von Epochenzielen mehr Punkte für bestimmte Aktionen bekommt, kommt man aber schneller auf der Leiste vorwärts. Bei der ersten Partie hatte ich mein Epochenziel erreicht, mein Freund hingegen noch nicht. In der zweiten Partie habe ich dann zwar mehr Punkte für gewisse Aktionen bekommen, aber dennoch war es knapp – ich war nur 3 Felder von meinem nächsten Ziel entfernt, als mein Freund seine 1. Epoche beendet hat.  So starten wir beide, von den gebauten Gebäuden abgesehen, fast gleich in die 2. Epoche und haben dasselbe Ziel vor Augen.

Manche Epochenziele, u.A. das der 2. Epoche, müssen bei einem 2-Spieler- Spiel von beiden Mitspielern 2x geschafft werden. Während mein Freund also in der nächsten Partie zum 1. Mal in die 2. Epoche startet, beginne ich sie schon zum 2. Mal und da ich sie beim 1. Mal nicht geschafft habe, muss ich sie danach nochmal spielen… also insgesamt schon 3 mal! Und wenn ich Pech habe und sie wieder nicht schaffe, müsste ich dann zum 4. Mal neu starten… aber ich hoffe, dass es nicht soweit kommt. 

So sieht der Spielplan aus. Die runden Kräuterplättchen werden vor jeder Partie neu ausgelegt. In der Mitte sieht man die Burg – jeder Spieler kann im Laufe des Spiels insg. 3 Turmteile entfernen. Diese werden duch Turmteile ersetzt, die einem Vorteile bringen, z.B. ein Goldstück zu Beginn jeder Partie.
Das ist übrigens der königliche Pömpel. Damit kann man die Teile aus dem Spielplan entfernen. Bei den 6-eckigen Plättchen funktioniert das auch ganz gut.
Bei den Turmteilen kann man den Pömpel aber vergessen. Dadurch, dass durch die feinen Fugen kein Unterdruck aufgebaut werden kann, kann der Pömpel diese Teile auch nicht aufnehmen. Hier mussten wir uns mit einem scharfen Gegenstand helfen und die Turmteile vorsichtig aushebeln.

Das hier ist meine Epochenzielkarte für die 2. Epoche. 16 Punkte muss ich erreichen. Der Turm unten links zeigt an, dass man diese Epoche 2x spielen muss. Ein Manko: das Plättchen ist wesentlich kleiner, als das Kästchen und kann nicht so schön eingesetzt werden, wie z.B. das Wappen, das nicht aus dem Tableau rausfällt.

Auch wenn ich jetzt einiges zu bemängeln hatte und noch nicht ganz warm geworden bin mit dem Spiel, bin ich dennoch auf die nächsten Partien gespannt. Die vielen Karten müssen doch für irgendwas gut sein und außerdem haben das Regelheft, sowie die 2 großen Tableaus noch viele freie Felder für neue Aufkleber!

Hier beende ich erstmal den Bericht für das erste Spiel.

Bis zum nächsten Mal!


28.05.2018:

Am heutigen Samstag haben wir uns wieder in das idyllische Tal Queensdale begeben, um den Schlossbau voranzutreiben.

Mein Freund und ich hatten das Ziel der 2. Epoche vor Augen und mussten die dafür benötigten 16 Punkte 2x erreichen. So ist die Regel bei 2 Spielern.

Im ersten Spiel letzte Woche hatten wir Siegel erhalten und diesmal wollten wir sie unbedingt im Krämerladen einsetzen, um unsere Würfel aufzumotzen. Während ich mich für einen relativ normalen Sticker entschieden habe, griff mein Freund zu diesem violetten Exemplar:

Diese Walnusshälfte bringt ein Glücksspielelement ins Spiel… sofern sie denn gewürfelt wird.

Anzumerken ist, dass der Regelaufkleber zu diesem Würfel leider einen Tippfehler enthält und auf eine falsche Zahlenkarte hinweist. Da man die richtige Zahlenkarte aber schon hat, ist die falsche Angabe zwar verwirrend, aber man kommt schnell dahinter, dass das nicht sein kann. Auf Boardgamegeek gibt es übrigens eine .pdf – Datei mit Korrekturen zu der Erstauflage von Queensdale: Link.

Nachdem jeder von uns 3x dran war, ist meinem Freund eingefallen, dass wir zu Beginn der Partie eine gelbe Geschichtenkarte hätten lesen müssen… Das haben wir dann nachgeholt, mit dem Ergebnis, dass eine lila Figur (der Bischof) ins Spiel kam.

Die Figuren (bisher im Spiel: 1x lila, 1x weiß, mehrfach pink und braun) befinden sich in einem Beutel und warten darauf, bei einer Aktion gezogen zu werden. (Sie haben verschiedene Funktionen.) Zieht man den Bischof, kann man 2x Brot oder 2x Gold abgeben und erhält sofort 2 Siegpunkte + Siegpunkte abhängig von der Anzahl der Fanfaren, die man hat (die werden mit dem Laute – Plättchen auf einem der großen Tableaus angezeigt).

Als mein Freund im späteren Verlauf des Spiels den lilanen Typen gezogen hat, hätte er die Runde gewinnen können und ich hätte sehr wahrscheinlich zum 4. Mal mit der 2. Epoche beginnen müssen… aber er war nett und hat die Funktion des Bischofs nicht genutzt.
Nachdem wir beide die 2. Epoche zum ersten Mal geschafft haben, konnten wir auf unserem Zielplättchen den Turm ankreuzen. Dadurch wird angezeigt, dass man diese Epoche 1x geschafft hat und sie dann noch ein zweites Mal in Angriff nehmen muss. Unter dem Epochenzielplättchen ist übrigens eine mögliche Bauaktion zu sehen, bei der man Wiesenfelder in Bauland umwandeln kann. Die Felder sind aber begrenzt – daher muss man sie immer durchstreichen.
In der zweiten Partie hätten wir zu Beginn schon wieder beinahe die Geschichtenkarte vergessen, aber haben dann doch noch daran gedacht… leider… diese Karte war nämlich fies. Hätten wir sie ignoriert, hätten wir bis zu 4 solcher schwarzen Siegel auf unsere Würfel kleben müssen! Durch das Verbrauchen von Aktionswürfeln und Ressourcen konnten wir das Schicksal aber abwenden. Dazu durfte man dann die Aufkleber durchstreichen oder ganz entsorgen.
Mein Freund hat heute fleißig Kräuterhütten gebaut. Jede Hütte zeigt an, welches Kraut man einsammeln darf. In jeder Partie muss man die Hütten allerdings neu bauen.
Unsere Dörfer wachsen; wir haben beide das 2. Epochenziel 2x erreicht und somit ein weiteres Turmplättchen verdient.
So sieht das Ziel der 3. Epoche aus. Diese muss allerdings nur 1x geschafft werden.

Fazit zu unserer 2. Partie: die gelben Geschichtenkarten sollte man nicht vegessen! Sie bringen sowohl fiese, aber auch gute Dinge mit sich.

Dass man eine Epoche 2x schaffen muss, um sie endgültig geschafft zu haben, finde ich momentan etwas doof. Wäre mein Freund nicht nett gewesen, wäre er in unserer 2. Runde heute schon in Epoche 3 gewesen, während ich die 2. nochmal begonnen hätte. Vermutlich hätte ich dann aber mein Ziel schneller erreicht und er hätte nochmal mit der 3. Epoche beginnen müssen. Hätte hätte hätte….

Da man aber anscheinend nur durch das Verlieren an Siegel herankommt, mit denen man Upgrades für die Würfel kaufen kann, ist das Spiel vermutlich so geplant, dass man auch mal verlieren muss. Dennoch finde ich das etwas unglücklich gelöst.

Insgesamt hat sich an den vorhandenen Aktionen bisher nicht viel geändert, daher hoffe ich, dass es in Epoche 3 bisschen mehr voran geht.

Dass es zu dem Spiel online eine Errata gibt, ist einerseits gut – aber ich habe sie nur duch Zufall entdeckt und bei großen, nicht gerade preiswerten Spielen, vor allem mit Legacy – Prinzip, erwartet man eigentlich ein fehlerfreies Spiel. Aber es ist, wie es ist…

Bis zum nächsten Bericht!

LG

Ein Gedanke zu „Queensdale – 1. + 2. Epoche – Achtung, Spoiler!

  • 26. April 2018 um 21:23
    Permalink

    Also ich fand die ersten zwei Partien schon recht spannend 😉

    Antwort

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