Woche 08/2019: Fenris: Episode 5 und Rhino Hero

Hallihallo ihr Lieben!

Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Wochenende!

Mein Wochenende war zwar geprägt von to-do-Liste abarbeiten, aber ich habe auch einige schöne Dinge geschafft.

Bei meinem kleinen Paletten-Garten habe ich einige Fächer mit neuem Vlies versehen, die Erde für die Fächer ist auch wieder erdig und nicht mehr staubtrocken… außerdem habe ich einen Blumenkasten mit Frühlingsblumen an den Balkon gehängt und auch das Wohnzimmer wurde pflanzenmäßig auf den Frühling eingestimmt. Die „Gartenarbeit“ hat richtig Spaß gemacht, vor allem, weil das Wetter  einfach nur klasse war.

Außerdem habe ich mir Leichtschaumplatten (Foamcore/Architektenpappe) besorgt, um für mein Bastelpapier ein Regal zu bauen.. das wird mein kleines Bauprojekt, das ich in nächster Zeit in Angriff nehmen möchte. Ich bastel nämlich viel mit Papier und das ist oft größer als DIN-A4, so dass ich keine normalen Briefablagefächer nehmen kann.

Und da ich am Samstag unterwegs war, hat sich ein weiteres Spiel zu unserer Sammlung dazu gesellt: Rhino Hero Super Battle. Das Spiel war super reduziert, so dass ich nicht widerstehen konnte. Im Gegensatz zu Munchkin – Jäger des Schatzes, das ich letzte Woche gekauft habe, haben wir Rhino Hero auch schon gespielt 🙂  (Munchkin wollten wir heute endlich anspielen, haben es aber nicht mehr geschafft…) .

Generell kam dieses Wochenende endlich wieder mehr auf den Spieltisch: Railroad ink., Patchwork, Rhino Hero Superbattle und Scythe – Aufstieg der Fenris – Episode 5.


Bei Railroad ink. kam schon wieder die blaue Edition auf den Tisch und diesmal haben wir die See – Würfel benutzt. Diese fand ich nicht so dolle. Ich mag es, wenn Wege einen Anfang und ein Ende haben, aber bei den Seen ist es egal, wenn diese nicht komplett fertig sind und zudem zählt nur der kleinste See bei der Endwertung. Was ich aber interessant fand, war die Möglichkeit durch die See – Würfel Fähranleger einzuzeichnen und dadurch ein riesiges Netzwerk zu erstellen. Ich denke, dass es bei den See – Würfeln auch primär darum geht, eine möglichst große Wasserfläche mit vielen Anlegern zu zeichnen, aber ich habe mich mehr auf die üblichen langen Strecken konzentriert und fand die Seen dabei hinderlich, weshalb ich sie auch mal ignoriert habe.

 

Der Sieger – Flickenteppich von meinem Freund.

Bei Patchwork habe ich schon wieder verloren; diesmal mit 20 Minuspunkten… Spaß gemacht hat es dennoch. Laut unserer Statistik gewinne ich nur jede 4. Patchwork – Partie, so dass ich also vermutlich noch die nächsten 2 Spiele verlieren werde, ehe ich mich über einen Sieg freuen darf.


Mit  „Rhino Hero Super Battle“ kam ein Kinder-/Familienspiel auf den Tisch. Geeignet ist es für 2-4 Spieler ab 5 Jahren. Die Autoren sind Scott Frisco und Steven Strumpf, für die Illustrationen zuständig ist Thies Schwarz und erschienen ist es im Jahr 2017 bei HABA.

Bei dem Spiel handelt es sich um einen Nachfolger zu „Rhino Hero“, wo der Nashorn-Superheld ganz alleine ein Hochhaus erklimmen muss. Bei Super Battle hat er seine Freunde mitgebracht, doch ganz so nett sind sie zueinander nicht.

Bei  Rhino Hero Super Battle müssen die Spieler abwechselnd Etagen bauen (Zwischenboden – Karte ausspielen, entsprechende Wände setzen, Zwischenboden drauflegen) und auswürfeln, wie viele Stockwerke ihre Figur erklimmen darf. Steht auf derselben Ebene bereits eine Figur, so müssen die Spieler würfeln und der Verlierer setzt seine Figur eine Etage tiefer.

Bei manchen Karten ist ein Affenkopf abgebildet; an diesen Zwischenboden muss dann ein „Spider – Monkey“ gehängt werden. Das sind kleine Pappfiguren, die dennoch das Gleichgewicht der Bauwerke stören können und beim Bauen nerven, wenn sie irgendwo hängen, wo man gerne eine Wand aufstellen möchte.

Uns haben die Äffchen nicht wirklich gestört – wir haben sie meistens irgendwo hin gehängt, wo sie keine Gefahr darstellen, auch haben wir relativ ruhige Hände. Beim Spielen mit Kindern können die Viecher aber durchaus ein Ärgerfaktor sein, wenn sie noch nicht so gut abschätzen können, ob der Zwischenboden weiterhin in Balance bleibt oder nicht, wenn da so ein Affe hängt. Außerdem kann es auch friemelig sein, den Affen an den Zwischenboden zu hängen, so dass man schon dabei das Gebäude zum Einsturz bringen kann. Das Setzen der Wände und der Zwischenböden erfordert natürlich auch ruhige Hände.

Während des Spiels geht die sog. „Himmelsstürmer – Medaille“ um; wessen Figur momentan am höchsten steht, der bekommt den Marker.

Die Partie  endet, sobald ein Spieler das Bauwerk zum Einsturz bringt; wer zu dem Zeitpunkt den Marker hat, gewinnt das Spiel, außer er hat selber den Einsturz verursacht – dann gewinnen die anderen Spieler.

Das Spiel ist sehr einfach und schnell erklärt und es macht Spaß, das Hochhaus immer höher zu bauen. Uns war es letztendlich egal, wer gewinnt; ich habe gar nicht darauf geachtet, bei wem der Marker liegt – stattdessen hat die Freude überwogen, wenn man selber ein unmögliches Konstrukt gebaut hat, oder wenn man dem Mitspieler dadurch die Option auf einen leichten Zug genommen hat.

Dass man so viele Etagen hochklettern darf, wie der Würfel anzeigt, ist an sich ok, aber falls jemand das Pech hat und ständig nur eine 0 oder -1 würfelt oder bei den Duellen verliert, dann ist das schon doof.

Insgesamt finde ich Rhino Hero Super Battle aber ganz witzig; ein lockerer Start in den Spielenachmittag und bestimmt auch ein prima Familienspiel mit Kindern.


Nach dem Bauspaß haben wir uns den ernsteren Dingen zugewendet, nämlich Scythe – Aufstieg der Fenris – Episode 5: Die Fabrik – Festung.

Auch hier gilt: Achtung, Spoiler!

Zu Beginn wurde das Spiel ganz normal aufgebaut, dann kamen allerdings Einflussplättchen hinzu und eine kleine Box, die verschlossen auf die Fabrik gestellt wurde.

Die Eulenköpfe, wie ich die Einflussplättchen nenne, führen in dieser Episode dazu, dass man auf deren Feldern seine Bewegung beenden muss. Das Plättchen nimmt man dann in den eigenen Besitz und pro Plättchen gibt es am Spielende einen Dollar Abzug. An sich nicht dramatisch, aber irgendwie nervig.

Die mysteriöse Box offenbarte ihren Inhalt, als mein Freund die Fabrik betreten hat. Zum Vorschein kam ein „Vernichter“. Ein großer, orangener Mech, der bei uns leider einen schiefen Standfuß hat und umkippt… vorerst haben wir das Problem mit Pappe und Tesafilm behoben…

Naja, jedenfalls musste mein Freund dann auch direkt gegen das Ungetüm kämpfen. Zuerst musste er mit 2 Würfeln würfeln und einen davon auf das Entsprechende Feld der Stärkeskala legen. Danach hat er seine eigene Kampfstärke auf der Kampfscheibe eingestellt und eine Kampfkarte hinzugenommen.

Danach wurden für den Vernichter 3 Kampfkarten vom Nachziehstapel gezogen und zu der erwürfelten Stärke hinzu addiert. Somit war die erste Begegnung zw. meinem Freund und dem Mech nicht so rosig. Auch meinen Kampf gegen den Mech habe ich verloren.

Bei der zweiten Begegnung hat mein Freund allerdings knapp gewonnen und das Spiel damit beendet.  (Die Partie wäre übrigens  auch dann zuende gewesen, wenn ein Spieler die üblichen 6 Sternchen eingesetzt hätte. )

Was man dazu noch erwähnen muss: der Spieler, der den Vernichter entdeckt, kontrolliert ihn auch. Immer, wenn der Kontrollierende am Zug ist, würfelt er zuerst für das Ungetüm. Welchen der beiden Würfelergebnisse er für die Kampfstärke wählt, bleibt ihm überlassen. Der Mech hat dann für diese Runde mindestens den gewürfelten Stärkewert. Auf diese Weise kann der Kontrollierende dafür sorgen, dass die Chancen für ihn selber besser sind, wenn er z.B. dann, wenn er selber gegen den Vernichter kämpfen möchte, z.B. den 2er – Würfel als Stärke für den Mech wählt und ansonsten eine höhere Augenzahl, wenn er noch nicht vor hat, sich zur Fabrik zu bewegen.

Der Vernichter bleibt bei der Partie übrigens in der Fabrik stehen und bewegt sich nicht vom Fleck.

Abgesehen von dem Vernichter und den Einflussplättchen verlief die Partie ohne weitere Sonderregeln und obwohl mein Freund das Spiel beendet hat, habe ich mit 9 Punkten Vorsprung gewonnen.

Aber diesmal hat er das große Los gezogen und eine neue Fraktion erhalten: die Fenris – Fraktion, bestehend aus Rasputin mit seiner Eule Likho und seinen orangenen Vernichtern… jawohl, der orangene Mech, den wir bekämpft haben, gehört zu Rasputin!

Ganz genau haben wir uns seine Fähigkeiten noch nicht durchgelesen, das machen wir vor der nächsten Partie, aber er scheint jedenfalls auf Kampf ausgelegt zu sein. Im Regelbuch steht nämlich geschrieben, dass er aggressiven Spielern mehr liegen wird, als passiven Spielern.

Insgesamt verlief die Partie jedenfalls  sehr schnell und hätte mein Freund den Vernichter nicht besiegt, hätte ich das Spiel wahrscheinlich durch das Einsetzen meiner 6 Sterne beendet – mir haben nur noch 2 Sternchen gefehlt, die ich mir innerhalb von 2 Runden hätte holen können. Hätte, hätte…

Hätte ich das Spiel durch die Sternchen beendet und es hätte keiner den Vernichter besiegt, so wäre die Fenris – Fraktion an den Gewinner der Partie gegangen, in dem Fall an mich, da ich einen kleinen Vorsprung hatte…  Das hätte ich allerdings als unfair empfunden, denn ich habe ja schließlich schon die Vesna – Fraktion erhalten und ich finde es doof, wenn ein Spieler stets die großen Belohnung abgreift und der andere leer ausgeht.

Da wir beide nun in Besitz von Luftschiffen sind, könnten wir  sie rein theoretisch in der nächsten Partie einsetzen… rein praktisch fehlt uns aber weiterhin die Erweiterung „die Kolosse der Lüfte“ und somit haben wir keine Standfüße und auch keine Regeln zu den Luftschiffen.  

Kann mir jemand sagen, ob die Luftschiffe eine gravierende, supertolle Änderung in den üblichen Spielablauf einbringen? Sind sie nur für Kämpfe geeignet, oder kann man mit ihnen auch irgendwas anderes machen? Ich denke zwar nicht, dass wir uns auf die Schnelle vor der nächsten Partie die Kolosse der Lüfte zulegen werden, nur damit wir die Luftschiffe verwenden können, aber es wäre zumindest interessant zu wissen, ob uns da etwas entgeht.


So, das war’s für heute. Ich wünsche allen eine gute Nacht (es ist ja schon spät) und einen ruhigen Start in die neue Woche.

LG,

KR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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