Woche 10/2019: wieder viele Spiele

Hallihallo!

Eine weitere Woche ist fast zuende und dieses Mal habe ich wieder mehr zu tippen.

Am Freitag stand bei mir kreatives auf dem Programm – ich habe mir eine  Pinnwand gemacht, damit die Zettelwut auf meinem Schreibtisch ein Ende hat. Dazu habe ich einen Bilderrahmen verwendet, der seit ewigen Zeiten im Keller herumstand, viele Weinkorken und Alleskleber. Eigentlich wollte ich Heißkleber verwenden, aber meine Klebepistole ist hinüber und ich muss erstmal schauen, wo ich eine vernünftige herbekomme. Von einer bekannten Werkzeugmarke gibt es eine Heißklebepistole, die wie ein Akkuschrauber aussieht.. finde ich ja ganz cool, aber auch vieeel zu teuer! 

Naja, jedenfalls ist die Pinnwand jetzt einsatzbereit und mein Freund muss bei der Arbeit wieder fleißig Weinkorken sammeln, damit ich irgendwann dieses Jahr eine weitere Pinnwand für unseren Flur machen kann. Dort hängt nämlich schon so ein Rahmen, wo wir Fotos, Eintrittskarten, etc. von Urlauben und Ausflügen dranpinnen, was ganz schick aussieht.


Nachdem mein Freund letzte Woche ein Insert für Russian Railroads gebastelt hat, war er diese Woche mit einem Insert für Treasure Mountain beschäftigt. Das Spiel habe ich hier *klick* bereits vorgestellt.

Zwar hat das Spiel ein Tiefziehteil, doch passen dort die gesleevten Karten nicht hinein und die Erweiterung sowieso nicht.

Nun hat aber alles seinen Platz in der großen Box und der Aufbau ist schnell erledigt. Wir haben auch direkt eine Partie gespielt und im Gegensatz zum letzten Mal hatten wir diesmal auch endlich die gelben Tunnelplättchen im Einsatz! Die haben nämlich gefehlt,  wurden aber problemlos von dem Verlag nachgeschickt.

Eigentlich wollten wir diese Partie mit dem Automa – Deck spielen, haben aber nicht mehr daran gedacht – das werden wir aber auf jeden Fall noch in nächster Zeit nachholen!

Hier sind die Fotos zum Insert:


Da wir in Treasure Mountain schon in unterirdischen Tunneln unterwegs waren, sind wir beim nächsten Spiel auch direkt dort geblieben : „Munchkin – Jäger des Schatzes“ spielt nämlich in einem Verlies.

Das Spiel stammt vom Autor Andrew Hackard und die Illustrationen sind von John Kovalic. Erschienen ist es im Jahr 2014 beim Pegasus -Verlag und geeignet ist es für 2-6 Spieler ab 6 Jahren.  

Gekauft hatte ich es vor einiger Zeit weil es preislich stark reduziert war und weil mein Freund ein paar Sets des Munchkin – Kartenspiels besitzt. Daher dachte ich, dass das vllt. eine witzige kleine Alternative sein könnte.

Das Spiel besteht aus einem Spielbrett, Karten, 2 Würfeln und Spielerfiguren und ist somit schnell aufgebaut. Auch der Ablauf ist ziemlich einfach: würfeln, laufen und je nach Feld neu würfeln, Schatzkarte ziehen oder gegen ein Monster kämpfen.

Die Monster haben jew. eine Grundstärke zu der dann eine Monsterkarte addiert wird. Die Spieler ermitteln ihre Stärke durch Würfeln und addieren ggf. eine Schatzkarte hinzu (es gibt permanente und einmal einsetzbare Schatzkarten).

Das Spiel endet, sobald der Schatzkarten – Nachziehstapel leer ist. Danach zählen die Spieler die Goldwerte der Schatzkarten zusammen, die sie auf der Hand halten – der Spieler mit dem meisten Gold gewinnt das Spiel. 

Zu zweit ist dieses kleine Munchkin – Brettspiel durchaus spielbar, es zieht sich dann aber ein wenig hin, vor allem am Anfang, wenn man noch keine Schatzkarten auf der Hand hat und der Mitspieler, der helfen könnte, evtl. auch mehr als 6 Felder von einem entfernt steht. Denn dann arten die ersten 1-2 Runden in eine Würfelei aus, die nervig sein kann, da man gegen die Monster keine Chance hat und weglaufen muss und dabei auf einem anderen Monsterfeld oder auf einem neu würfeln – Feld landet und dadurch unweigerlich beim nächsten Monster landet…

Naja… als reines Erwachsenenspiel würde ich diese Munchkin – Variante jedenfalls nicht empfehlen, da es insgesamt ziemlich seicht ist und man sich nicht wirklich Gedanken über die eigenen Spielzüge machen muss, aber Kindern könnte dieses simple, glücksbasierte Laufspiel mit den schrägen Illustrationen durchaus Spaß machen.

Aber: obwohl das Spiel ab 6 Jahren geeignet ist, sollte ein Erwachsener dabei sein, denn wenn es darum geht, am Spielende die Goldwerte der Schatzkarten zu addieren, könnten 6 – Jährige evtl. noch überfordert sein. Da das Spiel außerdem keine Handkartenbegrenzung hat, kann es  für die jüngeren Kinder evtl. schwierig sein, den Überblick über die eigenen Karten zu behalten.


Als nächstes kam bei uns wieder Scythe auf den Tisch; besser gesagt: Aufstieg der Fenris – Episode 6: Vernichtung.

Auch hier gilt wieder: Achtung: Spoiler! 

In dieser Episode gab es kein besonderes Ziel – man sollte einfach nur das Spiel gewinnen. Hauptsächlich diente die Episode dazu, die Fenris – Fraktion (Rasputin & Likho) kennenzulernen – diese hatte mein Freund am Ende der letzten Episode freigeschaltet.

Laut dem Regelheft liegt die Fraktion aggressiven Spielern mehr, als passiven Spielern – und  tatsächlich hat sich die orangene Armee ziemlich fix auf dem Spielplan ausgebreitet. Rasputin verteilt nämlich bei jeder Bewegung Einflussplättchen – einer kommt in das Gebiet, wo er sich hinbewegt hat und ein Plättchen kommt in eine andere beliebige unbesetzte Primärregion. Zu diesen Plättchen kann er sich dann „teleportieren“, wenn er den entsprechenden Mech freigeschaltet hat. So voll, wie bei dieser Partie, war der Spielplan in unseren bisherigen Runden selten!

Von Angriffen ist meine Fraktion dennoch irgendwie verschont geblieben und ich konnte die Partie auch knapp beenden. Dennoch hat schlussendlich mein Freund die Episode gewonnen, hauptsächlich,  weil er mehr Regionen besetzt hatte. Ich hingegen habe mit deutlichem Abstand verloren… keine Ahnung, was diesmal schief gelaufen ist.  Meistens liegen wir bei dem Endergebnis nicht mehr wie 20 Punkte auseinander.   

Naja… am Ende der Episode konnten wir uns wieder entscheiden, ob wir mit unseren Fraktionen weiterspielen möchten, oder ob wir sie wechseln. Mein Freund hat sich entschieden, wieder zu der nordischen Fraktion zurückzukehren, da ihm die offensive Spielweise nicht so sehr liegt und auch ich werde meine Fraktion wechseln.

Zwar finde ich Vesna an sich ziemlich gut, aber ich finde, wenn sie erstmal aus der Heimatregion raus kann, kommt man mit ihr super schnell voran, so dass sie gegenüber den „normalen“ Fraktionen irgendwie doch im Vorteil ist. Die beiden letzten Partien, wo mein Freund noch Bjorn & Max hatte,  habe ich z.B. relativ problemlos mit Vesna gewinnen können, doch damit die letzten Partien wieder ausgeglichener sind, werde ich wechseln. Außerdem möchte ich auch tatsächlich wieder eine andere Fraktion spielen – schließlich stehen ja genügend zur Auswahl! Vermutlich werde ich zu den Togawa wechseln.. mal sehen 🙂

Ach ja – in dieser Partie hatten wir endlich 2$ – und 50$ – Metallmünzen zur Verfügung! Juchu!  Meine Mutter hat letzten Monat Bekannte in den USA besucht und so konnte ich sie bitten, mir die Münzen mitzubringen. Hierzulande sind sie ja momentan nirgendwo erhältlich!

Und noch ein ach ja: die Basis von einem der orangenen Mechs war ja schief, so dass wir ihn beim letzten Mal auf ein Stück Pappe geklebt haben, damit er stehen bleibt … vom Feuerland – Verlag kam der Tipp, dass man den Mech einfach in heißes Wasser halten sollte, dann lässt sich die Figur zurecht biegen. Gesagt, getan – der Mech steht! Auf die Idee wäre ich so schnell vermutlich nicht gekommen… 🙂


Nach Scythe haben wir dann noch eine Runde Lovecraft Letter gespielt. Das ist bei uns schon seit Ewigkeiten nicht mehr auf den Tisch gekommen! Hier habe ich es vorgestellt: *klick*.

Wir sind immernoch happy, dass wir es damals auf der SPIEL 2017 beim AEG -Verlag mitgenommen haben – zum einen, weil das Spiel Spaß macht und zum anderen, weil die englische Version optisch und haptisch (echte Poker – Token!) einfach top ist, verglichen zu der deutschsprachigen Version aus dem Pegasus – Verlag.


So, das war’s für heute… nächste Woche kann ich evtl. über ein neues Spiel berichten:  „Der unvollendete Fall von Holmes“. Das ist seit gestern neu in unserem Regal und wartet darauf, gespielt zu werden.

Ich wünsche allen einen entspannten Sonntagabend und einen guten Start in die neue Woche!

LG,

KR

 

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