Woche 11/2019: Der unvollendete Fall von Holmes

Hallihallo!

Dieses Wochenende haben wir nur ein Spiel gespielt, was einfach daran lag, dass wir anderweitig genug zu tun hatten. Aus dem Grund wird es nächsten Sonntag (24.03) gar keinen Blogbeitrag geben, wobei ich an dem übernächsten Wochenende bestimmt mehr zu berichten habe, weil wir dann auf der „Spiel doch!“ unterwegs sind *freu*.


So, jetzt aber zum heutigen Spielenachmittag. Auf den Tisch kam „Der unvollendete Fall von Holmes“ aus dem Hause iDventure / Asmodee. Erschienen ist es im Jahr 2017 und der Autor und Grafiker ist Alexander Krys. Geeignet ist es für 1-8 Spieler ab 13 Jahren.

Hierbei handelt es sich wieder um einen Vertreter aus der Kategorie Escape – Spiele, auch wenn wir nicht von irgendwo entkommen müssen, sondern den unvollendeten Fall von Sherlock Holmes in einer bestimmten Zeit lösen sollen.

In der großen Schachtel befinden sich 5 Umschläge mit Spielmaterial, ein Brief, ein Beiblatt, 14  DIN-A4- Seiten mit Rätselelementen („Albumseiten“) und eine sehr knappe Spielanleitung.

Was als erstes auffällt, ist die gute Qualität der Materialien und die ansprechende Optik: schon das Cover der Schachtel ist toll gestaltet und die „Albumseiten“ sind auf dickem Papier gedruckt.

Um das Spiel spielen zu können, benötigt man ein Smartphone oder Tablet, denn das Spiel ist App – gesteuert. Dafür muss man zunächst die iDventure – App herunterladen, sich dort registrieren und anschließend in der App das Spiel herunterladen. Das gibt es dort als normale Version und Expertenversion – die enthält weniger Hinweise.

Hat man das gemacht, muss man nur noch das Beiblatt falten und in einen der Umschläge stecken.

Die Rätsel beginnen leicht und werden dann knackig – man sollte also durchaus Erfahrung in solchen Spielen mitbringen. Die App liefert uns den Storytext und die Rätsel; das Spielmaterial benötigen wir, um die Rätsel zu lösen und die Antworten werden wiederum in der App eingegeben. Diese sagt einem, ob man richtig oder falsch gelegen hat und bei Bedarf kann man sich Hinweise anzeigen lassen, die aber jew. 2min Zeit kosten. Der letzte Hinweis beinhaltet stets die Lösung des Rätsels. Der komplette Lösungsweg lässt sich online abrufen und ist nicht direkt in der App mit dabei.

Was ich hierbei zu bemängeln habe, ist dass die verwendeten Begriffe in der App teilweise verwirrend waren, z.B. wenn ein „Wert“ gefordert war. Mit „Wert“  verbinden wir automatisch Zahlen, doch letztendlich musste doch nur ein Begriff eingegeben werden. Auch waren wir z.T. mit den Gedanken und dem Lösungsweg wesentlich weiter, doch von der App wurde dann nur eine Antwort verlangt, die nur einen Teil des Lösungswegs darstellt.

Insgesamt sind wir zu einem bestimmten Punkt gut vorangekommen – danach hatten wir ein Brett vor’m Kopf und mussten uns die Lösung anzeigen lassen, um weiter zu kommen. Danach ging es knackig, aber machbar weiter, doch beim letzten Rätsel standen wir wieder auf dem Schlauch. Zwar wussten wir ungefähr, was wir herausfinden müssen, haben das aber nicht hinbekommen und der ausführliche Lösungsweg, den wir später aufgerufen haben, hat auf Anhieb auch keine Klarheit geschaffen.

Insgesamt haben wir für den unvollendeten Fall, mit 2 kurzen Pausen dazwischen (wir haben die Zeit nicht angehalten), ganz knapp über 2 Stunden gebraucht und bis auf die 2 Rätsel, wo wir nicht weiterkamen, fand ich sie alle ganz gut.

Die App -Unterstützung hat technisch gut funktioniert (keine Abstürze oder so), aber das hätte man mittels gedruckten Hinweiskarten und  Storytexten auch hinbekommen. Bei einem Preis von ca. 20€ könnte das durchaus machbar sein. Nur für ein Rätsel war die App tatsächlich notwendig, wobei man auch das hätte anders lösen können, denn der etwas andere Lösungsweg diente eigentlich nur einem kurzen „wow“- Effekt und hatte ansonsten keinen weiteren Nutzen.

Mir persönlich hat die technische Spielerei allerdings nicht wirklich gefallen. Ich hänge am Tag schon genug vor dem Bildschirm (bei der Arbeit und auch Zuhause), da brauche ich das nicht auch noch bei einem Brettspiel. Vor allem geht da auch irgendwie die Atmosphäre verloren – der unvollendete Fall spielt schließlich im Jahr 1896 und da hatte der gute Mr. Holmes bestimmt kein Smartphone.

Fazit: Ganz objektiv betrachtet (ich versuche es zumindest), war dieses Escape – Spiel von den Rätseln und von der Story her ganz in ordnung und dadurch, dass kein Spielmaterial beschädigt worden ist, kann man es auch weitergeben (das Blatt, das gefaltet werden musste und auch das restliche Spielmaterial stehen online zum Download zu Verfügung).


Das war’s auch schon für heute… wie schon am Anfang geschrieben, gibt es den nächsten Beitrag erst übernächste Woche.

Ich wünsche allen noch einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die neue Woche.

LG,

KR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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