Woche 14/2019: Newton

Hallihallo ihr Lieben!

Und schon ist wieder Sonntag…  diese Woche ging es bei uns relativ gemütlich zu… bis auf den Freitag, da stand bei uns Möbelschleppen auf dem Programm… ich hatte über ein Kleinanzeigen – Portal eine schöne, große Kommode gefunden, die ich un-be-dingt haben wollte, so dass wir nach Feierabend fast 2 Stunden damit beschäftigt waren, das recht schwere Ungetüm von der Verkäufer – Wohnung in unsere Wohnung zu schaffen und aufzubauen.

Am Samstag habe ich mich mit einer Freundin in einem Cupcake – Café in Düsseldorf zum Frühstücken getroffen und heute habe ich am Vormittag unser Paletten – Sofa aus dem Winterschlaf geweckt und meine Kräuter – und Blumentöpfe auf den Balkon gestellt, damit die Pflänzchen ausreichend Sonne abbekommen. Ich bin begeistert, dass in den meisten Töpfen diesmal tatsächlich schon Grünzeug zu sehen ist – letztes Jahr hat das Aussäen nämlich nicht so gut funktioniert.

Während ich also wieder herumgewuselt bin, hat mein Freund das Regelheft von „Newton“ studiert, sodass wir es heute auch spielen konnten.


Newton erschien letztes Jahr (2018) bei Cranio Creations und ist ein Spiel für 1-4 Spieler ab 12 Jahren. Die Autoren sind Nestore Mangone und Simone Luciani und die Grafiken sind von Klemens Franz. Einzuordnen ist das Spiel im Bereich der Kennerspiele.

Wir befinden uns im 18. Jahrhundert und wir, junge, ehrgeizige Gelehrte, möchten in der akademischen Gemeinde Ansehen erlangen. Dafür müssen wir u.A. reisen, studieren und arbeiten – also unsere Spielfiguren (Gelehrte und Studenten) über den Spielplan bewegen, Aktionen durchführen und Siegpunkte sammeln. Das Spiel ist dabei eine Mischung aus Workerplacement, Legespiel und Deck -Building.

Das Spielfeld besteht aus 2 Teilen:  Spielplan mit der Siegpunktleiste und Fortschrittsplan. Zusätzlich gibt es Aktionskarten, die neben den Plan gelegt werden, sowie Spielertableaus und verschiedene Plättchen, die auf den beiden großen Plänen verteilt werden (diese werden beim Aufbau zufällig ausgelegt, so dass der Aufbau stets anders ist).

Der Spielplan erinnert mich ein wenig an „Auf den Spuren von Marco Polo“; es wird eine große Karte mit verschiedenen Orten abgebildet, zu denen man mit seinem Gelehrten (manchmal gegen eine Gebühr) reisen kann. Manche Orte haben sofortige Effekte, manche Orte benötigt man, um auf dem eigenen Tableau bestimmte Felder mit Plättchen zu belegen. Bereiste Orte werden mit einem Marker versehen.

Auf dem Fortschrittsplan kann man zum einen arbeiten, um Münzen zu verdienen und zum anderen kann man bis zu 4 eigene Studenten entlang der Technologiepfade scheuchen, damit sie Bonusmarker einsammeln. Diese gewähren einem sofortige Bonusaktionen oder auch dauerhafte Effekte. Zudem gibt es 4 Zielplättchen, für die man beim Erreichen am Spielende Punkte bekommt.

Damit man sich überhaupt auf dem Plan bewegen kann, werden das eigene Spielertableu und Start – Aktionskarten benötigt. Die Aktionskarten werden von den Spielern abwechselnd auf die Slots im unteren Bereich des Tableaus gelegt und sofort durchgeführt – pro Runde ist man 5x am Zug. Die Aktionskarten sind in zwei Bereiche unterteilt: Basisaktion und Sondereffekt. Mit der Basisaktion kann man eine der 5 Aktionen durchführen, z.B. eine Aktionskarte kaufen, oder studieren. Der obere Teil der Aktionskarten kann verschiedene Effekte haben; mal sind Bücher abgebildet, mal erhält man sofort eine Münze…

Der obere Teil des Spielertableaus stellt ein Regal dar; erfüllt man die Bedingung eines Regalfachs, so kann man eine entsprechende Aktionskarte ausspielen, um das Regalfach mit einem Bücherplättchen abzudecken. Je nach vollständig abgedeckter Spalte oder Reihe erhält man jeweils am Ende einer Runde die entsprechenden Siegpunkte. Die Bedingungen sind z.B., dass man einen bestimmten Ort besucht haben muss oder dass man bestimmte Folianten in der aktuellen Aktionskartenauslage benötigt.

Nach einer Runde erhält man, wie schon geschrieben, Siegpunkte für vollständige Reihen/ Spalten im Regal und jeder Spieler muss eine seiner ausliegenden Aktionskarten unter das Spielertableau schieben, so dass nur das Feld der Basisaktion herausschaut. Zum einen dient das dazu, den Überblick über die Runden zu halten (es werden 6 Runden gespielt), zum anderen wird dadurch die Stärke der Basisaktionen erhöht. Wenn ich z.B. eine Aktionskarte „Reisen“ ausspiele und unter meinem Tableau stecken schon 2 Reise-Karten, so darf sich meine Figur auf dem Spielplan bis zu 3 Felder weit bewegen, statt nur ein Feld.

So an sich sind die Regeln einfach, aber was das Spiel tricky macht, sind die Karten. Genau wie bei Mombasa oder Valparaíso muss man sich gut überlegen, in welcher Reihenfolge man die Aktionskarten ausspielt, damit man einen optimalen Spielzug machen kann. Hinzu kommt, dass man auch gut darauf achten muss, welche Aktionskarten man unter das Tableau schiebt, denn man bekommt sie nicht wieder und sie können eine entsprechend ausgelegte Aktionskarte nur verstärken; ansonsten sind sie wirkungslos.

In die Quere kommt man sich bei Newton lediglich beim Kartenkauf und auf der Fortschrittsleiste. Dort ist es allerdings besonders ärgerlich: zwar dürfen auf den Feldern beliebig viele Studenten stehen, aber auf dem Zielfeld darf nur einer stehen, so dass die anderen Studenten in die Röhre gucken, wenn sie nicht schnell genug waren.

Dadurch, dass die Regeln nicht komplex sind, verlief unsere erste Partie relativ reibungslos, lediglich die Eigenschaften von manchen Plättchen oder Karten mussten wir nachschauen.

An die Punkte sind wir auf unterschiedlichen Wegen herangekommen: mein Freund hat sich auf die Fortschrittsleiste konzentriert und dort ein Zielfeld erreicht und ich habe fleißig mein Regal befüllt. So hatte ich erstmal einen relativ großen Vorsprung, aber mein Freund hat ganz gut aufgeholt, so dass ich am Ende mit nur 3 Punkten mehr gewonnen habe. Auf welche Art man nun letztendlich besser Punkte macht, kann ich nach nur eine Partie natürlich nicht sagen; da müssen wir noch öfters spielen :-).

Der Ersteindruck ist jedenfalls insgesamt ziemlich positiv; mir hat gefallen, dass das Spiel nicht vom Würfel – oder Kartenglück abhängig ist, sondern davon, wie gut man seine Züge plant. Auch die Spieldauer war ganz angenehm und wir hatten auch keine allzu lange „Downtime“ zwischen unseren Zügen.


Für heute war’s das schon und ich bin begeistert, dass ich mal früh mit dem Blogschreiben fertig bin und nicht erst um 23 Uhr Abends 🙂 (Nicht, dass ich nicht gerne schreibe, aber meistens habe ich ein schlechtes Timing und fange damit viel zu spät an!)

Nächsten Samstag fahren wir zu den Ratinger Spieletagen und da freu‘ ich mich schon drauf. Zwar ist die Veranstaltung nicht allzu groß und ich glaube auch nicht, dass wir da etwas Neues sehen werden, was es nicht schon letzte Woche in Duisburg gab, aber irgendwie ist das kleine Event zu einer jährlichen Tradition für uns geworden und dort laufen wir auch nicht Gefahr, allzuviel Geld für Spiele auszugeben 🙂 Meistens waren die Spieletage einfach eine gute Gelegenheit, die Spiele anzuspielen, die wir in Essen nicht antesten konnten.

So, das war’s jetzt aber wirklich!

Ich wünsche allen einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die neue Woche!

LG,

Kaisa

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.