Woche 15/ 2019

Hallihallo!

Ein viel zu kurzes Wochenende ist vorbei – dafür steht das umso längere Oster – Wochenende ja schon fast vor der Tür!

Diese Woche war irgendwie geprägt von Schlafmangel und Dauermüdigkeit, weshalb wir uns am Freitagabend gar nicht so sicher waren, ob wir am Samstag überhaupt zu den Ratinger Spieletagen fahren. Aber dann strahlte am Samstagmorgen die Sonne, vom angekündigtem Schietwetter war keine Spur zu sehen und so haben wir uns dann doch noch am Vormittag auf den Weg nach Ratingen gemacht. Die Bahn fuhr trotz Baustelle überraschenderweise pünktlich ab, in Düsseldorf hatten wir noch genug Zeit, uns einen Snack zu besorgen und der Zug weiter nach Ratingen fuhr ebenfalls pünktlich. Das war ja schon ein ziemlich perfekter Start in den Tag! 🙂

Als wir die Dumeklemmerhalle betraten, sahen wir schon die ziemlich lange Schlange vom Flohmarkt. Seit dem letzten oder vorletztem Jahr werden die Flohmarkt – Spiele nicht mehr chaotisch auf Tischen aufgetürmt, sondern in einem abgetrenntem Bereich in Regalen gestapelt, mit einem Aufpasser, der die Leute in kleinen Grüppchen in den Bereich lässt. Das hat den Vorteil, dass die Spiele gut einsehbar sind, es gibt kein riesiges Gedrängel und es kann auch kein Spiel so einfach gemopst werden, da es nun einen Ein – und einen Ausgang mit Kasse zu dem Flohmarkt – Bereich gibt.

Am Nachmittag, als die Warteschlange sehr kurz war, haben wir uns auch endlich angestellt und sind  auch fündig geworden. Mein Freund hat sich das Kartenspiel „Zombie Sheep“ gekauft – einfach nur, weil da Zombie – Schafe vorkommen… ansonsten wissen wir gar nichts über das Spiel. 🙂

In meiner Tasche ist das Spiel „Hope“ gelandet, ein abstraktes, kooperatives Spiel mit Sci -fi – Thematik aus dem Hause Morning Players.

Ich hatte das Spiel 2016 auf dem Schirm gehabt, weil es damals für die SPIEL angekündigt war, allerdings nur für Vorbesteller oder so… jedenfalls habe ich es damals nicht auf der Messe kaufen können und danach habe ich mich auch gar nicht mehr weiter damit beschäftigt… bis diesen Samstag… da habe ich einen Spielkarton mit dem Schriftzug „Hope“  gesehen, eine Erinnerung blitzte auf, ich schnappte mir das Spiel und war dann glücklich, dass es sich tatsächlich um das Spiel handelte- und auch noch um die Kickstarter – Edition! Und das für nur 22€!

Der Zustand ist tiptop, es fehlen allerdings ein Bonusplättchen und  von jeder Spielerfarbe genau eine Figur; das scheint aber ein Kickstarter – Problem gewesen zu sein. Bin jedenfalls froh, dass ich das Spiel habe und hoffe sehr, dass es auch Spaß macht. Mir hat es damals von den Berichten her ganz gut gefallen.

So, zurück zu den Spieletagen…

Nachdem wir die Stände im Eingangsbereich in Augenschein genommen haben, sind wir erstmal durch den kleinen Saal gelaufen. Zu sehen gab es neben bereits erhältlichen Spielen auch einige Prototypen, die wir uns diesmal aber nicht genauer angeschaut haben.

Im großen Saal waren viele große und kleine Verlage vertreten und man hatte viele Möglichkeiten, die aktuellen Spiele anzuspielen, wenn auch nicht alle Frühjahrsneuheiten vertreten waren.  Allerdings war für uns nicht wirklich was interessantes dabei, außer Magnastorm. Das war ja letztes Jahr eine Messeneuheit von Feuerland und dementsprechend belagert auf der SPIEL. Doch nun, in Ratingen, konnten wir ganz gemütlich eine 2er – Partie spielen. Auf dem ersten Blick wirkt es ziemlich kompliziert, doch eigentlich ist der Ablauf recht simpel und so an sich fanden wir es ganz ok.

Man bewegt in jeder Runde die Figuren vom oberen Aktionsplan auf den unteren Aktionsplan und führt dann die entsprechende Aktion aus (Währung nehmen oder Fahrzeug auf dem Spielplan bewegen). Es gibt die Möglichkeit, Commander – Karten für sich zu beanspruchen, damit man stets Boni bekommt und ansonsten muss man zusehen, dass man sich mit seinen Forschungsstationen (Schildkröten) und Scoutfahrzeugen von Sektor zu Sektor bewegt, um Punkte sammeln zu können, denn in der Mitte vom Plan ist eine Scheibe, die nach jeder Runde gedreht wird und wenn man in einem roten Sektor ist, bekommt man dafür keine Punkte mehr.

Das ist meiner Meinung nach auch das interessanteste an dem Spiel – dass man dazu gezwungen ist, sich weiter zu bewegen und dass man sich überlegen muss, wo und wann man seine Schildkröten platziert, denn je nach eingesetzten Schildis gibt es je nach Sektor unterschiedliche Währung als Belohnung. Und ohne Währung kommt man in Brettspielen bekanntlich nicht weit.

Wie schon erwähnt, ist der Ablauf insgesamt sehr einfach. Magnastorm spielt sich flüssig, ohne großartige Grübelmomente und die Spielmechanik ist durch die Drehscheibe auch ganz interessant, doch abgesehen davon bietet es für uns keine besondere Spannung und ich sehe, nach dieser einen Partie, auch nichts, was einen wirklichen Wiederspielreiz bieten würde. Für ein so groß aufgemachtes Spiel bietet es mir jedenfalls nicht genug, damit ich es in meinem Regal haben möchte. Schlecht war es nicht, das auf keinen Fall, aber eben auch nicht so supertoll, dass wir es direkt kaufen würden.


Nach der Spielrunde haben wir allerdings Geld beim Lookout – Verlag gelassen und uns die Erweiterung „Vergessene Völker“ für das Spiel Caverna geholt. Wie der Name schon sagt, bringt die Erweiterung verschiedene Völker (Trolle, Elfen, etc.) mit sich, die alle verschiedene Eigenschaften und Herausforderungen haben; außerdem hat jedes Volk auch spezielle Einrichtungsplättchen, z.B. Schnapsstube oder Hexenhaus, etc..

Insgesamt fand ich die Ratinger Spieletage wieder ganz in Ordnung, auch wenn bei den Neuheiten für uns nichts Interessantes dabei war – die haben wir ja schon, soweit es ging, in Duisburg unter die Lupe genommen. Doch der Flohmarkt ist jedes Mal ein kleines Highlight und manchmal finden wir bei den Prototypen oder bei den fertigen Spielen doch das ein oder andere Exemplar, das uns interessiert. 🙂


Zuhause kamen bei uns diese Woche „Ganz schön Clever“ und „Klong!- Der Fluch der Mumie“ auf den Tisch.

Die Mumien – Erweiterung bringt einen neuen Spielplan, eine Mumien – Figur, einen pyramidenförmigen Würfel und Karten mit sich. Außerdem noch neue Plättchen und einen neuen Drachen (der funktioniert genau so, wie der Drache aus dem Grundspiel, sieht bloß anders aus).

Auf dem Spielplan gibt es nun Wege mit Fluchsymbolen, wo man Fluchplättchen bekommt, die am Spielende Minuspunkte bringen. Man kann sie allerdings auch loswerden, wenn man gegen die Mumie kämpft; diese wird bspw. nach jedem Kampf an einen anderen Ort versetzt.

Insgesamt verläuft eine Partie mit der Mumie allerdings nicht viel anders, als eine Partie vom Grundspiel oder mit der versunkene Schätze – Erweiterung; von daher ist es kein „must have“, das das Spielerlebnis steigert.


Sooo, das war’s für heute. Für das kommende lange Wochende steht bei uns spielemäßig einiges auf dem Plan, ob wir alles schaffen, wird sich noch zeigen 🙂

Ich wünsche jedenfalls allen einen guten Start in die neue Woche und schöne Feiertage!

LG,

Kaisa

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.