Woche 19/2019

Hallihallo,

da sitze ich nun mit meiner gefühlt 100sten Tasse Tee diese Woche und tippe an meinem Blog. Dazu noch eine Ärmeldecke und ein Fußwärmer… ja, mich hat’s erwischt und diesmal sogar so fies, dass ich heute der Arbeit ferngeblieben bin.

Naja, wenden wir uns den interessanteren Dingen zu: was kam letztes Wochenende auf den Tisch? Antwort: „Klong! Im! All!“ und „Sentient“.


Über Klong! und die dazugehörigen Erweiterungen habe ich ja schon bereits geschrieben und jetzt folgt eine kurze Vorstellung der Weltall – Version.

Bereits 2017 im englischsprachigen Raum erschienen, ist „Klong! Im! All!“ seit diesem Jahr (2019) nun auch bei uns beim Schwerkraft – Verlag erhältlich. Der Autor ist Paul Dennen und die Illustrationen stammen von Rayph Beisner, u.v.a..

An dem Spielablauf hat sich, im Vergleich zu Klong!, kaum etwas verändert. Man muss sich immernoch ein Kartendeck aufbauen und Artefakte sammeln und dabei möglichst leise sein. Zwar gibt es hier keinen bösen Drachen, dafür aber den fiesen Lord Eradikus und Kopfgeldjäger.

Die Kopfgeldjäger werden durch 4 rote Steinchen dargestellt, die auf den letzten Feldern der Zornesleiste ins Spiel kommen, wenn Lord Eradikus diese Felder erreicht. Die Steinchen werden in den Stoffbeutel geworfen und wenn sie gezogen werden, fügen sie jedem Spieler einen Schaden zu und kommen zurück in den Beutel.

Das ist schonmal eine Änderung; eine andere, die wesentlich auffälliger ist, ist der Spielplan. Der besteht nämlich aus 7 Modulen, von denen 3 beidseitig bedruckt sind, so dass man beim Aufbau variieren kann.

Auch kann man nun nicht mehr einfach schnurstracks zu den Artefakten spazieren, sondern muss 2 Steinchen (Datenmarker) auf 2 verschiedenen Modulen platzieren, um den Bordcomputer zu hacken, um so den Bereich mit den Artefakten überhaupt betreten zu dürfen.

Eine weitere Neuerung sind die 3 Fraktionen. Die Karten haben nun z.T. eine Farbmarkierung in der oberen Ecke und auch die Kartentexte weisen z.T. eine Markierung  auf. Spielt man nun z.B. eine Karte aus, wo der Kartentext eine grüne Markierung hat, muss man eine weitere Karte dieser Fraktion ausspielen, um den Karteneffekt nutzen zu können.

Außerdem gibt es nun Teleporter und Schnellwege, so dass man schneller vorwärts kommt.

Das sind meiner Meinung nach die 4 größten Veränderungen, verglichen mit Klong!, doch kann ich nach nur einer Partie nicht sagen, ob die Weltall – Version nun besser ist, oder ob es im Prinzip egal ist, welches der Grundspiele man besitzt.

Was ich aber sagen kann, ist dass der Spielplan der  Weltall – Version qualitativ echt mies ist! 3 der Module sind ja beidseitig bedruckt sie werden alle puzzleartig zusammengesteckt. Blöderweise ist es nicht gelungen, alle Wege zwischen den Modulen richtig aufzudrucken – oft verlaufen die Strecken auf dem nächsten Modul versetzt weiter.

Das größte Ärgernis ist allerdings das Zusammenstecken: das geht eigentlich nur mit Kraftaufwand und beim Abbauen muss man extrem vorsichtig sein, damit man die Pappe nicht einreißt.

Ich weiß ja nicht, wie Brettspielpläne bedruckt und ausgestanzt werden, aber wenn z.B. 2000 – teilige Puzzles exakt hergestellt werden können, warum dann nicht auch ein 7 – teiliger Spielplan? Für den Betrag, den man inzwischen für ein Brettspiel hinblättert, kann man doch eine vernünftige Qualität erwarten, oder nicht?


Nachdem wir uns mit Klong in das Weltall begeben haben, wollte ich spielerisch beim Thema Sci-fi bleiben und so kam „Sentient“ auf den Tisch – ein Spiel von J. Alex Kevern, mit Illustrationen von Krzysztof Ostrowski, erschienen 2017 bei Renegade Game Studios. Geeignet ist das Spiel für 2-4 Spieler ab 12 Jahren.

Wir befinden uns in einem unbekannten Jahr in der fernen Zukunft und nutzen schlaue Roboter (sentient being = fühlendes/ empfindsames Wesen ) in verschiedenen Bereichen der Wirtschaft: Information, Transport und Industrie. Sie zu bauen ist einfach, sie möglichst effizient zu programmieren hingegen nicht und verschiedene Firmen behaupten, dass sie die Besten sind, was das Programmieren angeht.

Diese Firmen sind wir, die Spieler und unsere Aufgabe ist es, die Roboter möglichst gewinnbringend einzusetzen.

Jeder Spieler hat ein eigenes Tableau mit Platz für 5 Würfel. Diese werden vor der ersten Runde gewürfelt und auf die farblich passenden Felder auf dem eigenen Tableau gesetzt. In der allgemeinen Kartenauslage liegen 4 offene Roboterkarten und 5 Investorenplättchen.

Erstmal der ganz grobe Ablauf: ist man an der Reihe, nimmt man sich eine Roboterkarte und legt diese beim eigenen Tableau an. So geht das reihum, bis jeder 4 Karten hat und dann wird gewertet.

Was daran interessant ist? Nun, die Karten haben Effekte (mathematische Zeichen: +, -, =) und diese beziehen sich stets auf die beiden zu der Karte benachbarten Würfel. So kann es sein, dass ich die Augenzahl beim linken Würfel um eins erhöhen muss, also den Würfel dementsprechend drehen muss und bei dem rechten Würfel muss ich gar nichts machen.

Wozu das gut ist? Manche Karten haben zusätzlich aufgedruckte Bedingungen, z.B. müssen beide benachbarten Würfel die gleiche Augenzahl haben, oder die rechte Zahl muss kleiner sein, als die linke, etc. Hat man diese Bedingung erfüllt, bekommt man so viele Credits (Siegpunkte), wie auf der Karte angegeben.

Bei anderen Karten muss eine Zahl gerade und die andere ungerade sein, oder die Summe muss eine bestimmte Zahl ergeben, oder, oder, oder…

Die Herausforderung besteht also darin, alle 4 Karten so anzulegen, dass möglichst viele Bedingungen erfüllt werden. Mittels Assistenten- Markern kann man den Effekt einer Karte verhindern, doch ist die Anzahl der Assistenten begrenzt.

Zusätzlich zu den Siegpunkten, die es stets am Rundenende gibt (insg. 3 Runden), werden am Spielende noch Punkte durch die Investorenplättchen generiert.

Diese liegen zwischen den Karten in der allgemeinen Auslage und immer, wenn man sich eine Karte nimmt, setzt man einen Agenten ein. Am Ende eine Runde wird geschaut, wer bei welchem Investorenplättchen die Mehrheit hat (kann durch Assistenten zusätzlich beeinflusst werden) und derjenige kann das Plättchen oberhalb seines Tableaus anlegen.

Am Spielende sind die Plättchen so viele Punkte wert, wie man Karten aus demselben Bereich hat (Service, Transport, Militär, Industrie, Information). Wenn ich z.B. 4 Karten aus dem Bereich Transport habe und 3 Transport – Plättchen, so ist jedes Plättchen 4 Punkte wert.

Wer am Ende die meisten Punkte hat, der hat natürlich gewonnen.

Mir gefällt bei dem Spiel die Mischung aus Glück und Strategie und die futuristische, kühle Grafik passt zu der simplen, aber fordernden Spielmechanik. Eine Partie ist schnell gespielt und obwohl Mathe nie mein Lieblingsfach war, mag ich hier die spielerische Umsetzung.


So, das war’s für heute! Da morgen Freitag ist, wünsche ich euch allen schonmal einen guten Start in das Wochenende!

LG,

Kaisa

 

 

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