Woche 20/2019

Hallihallo,

das neue Wochenende ist da und ich habe noch nichtmals einen Blogbeitrag zur letzter Woche geschrieben… momentan habe ich Urlaub und habe einiges unternommen und gemacht, aber der Blogbeitrag… naja, da habe ich zwar hin und wieder einige Absätze geschrieben, aber so ganz fertig geworden bin ich damit in den letzten Tagen nicht.

Rhino Hero: Diesmal haben wir alle Etagenplättchen verbaut!

Nach einer sehr, sehr langen Zeit kam bei uns das Spiel “Great Western Trail” auf den Tisch.

Laut meiner Spiele-App haben wir es Anfang letzten Jahres gespielt, waren damals aber nicht so 100%ig überzeugt gewesen und da wir uns jetzt endlich entscheiden wollten, ob das Spiel weiterhin im Regal bleiben darf oder doch ein neues Zuhause braucht, haben wir es wieder aufgebaut.

Erschienen ist Great Western Trail im Jahr 2016 bei Eggertspiele und der Autor ist Alexander Pfister. Für die Illustrationen ist Andreas Resch verantwortlich und geeignet ist es für 2 bis 4 Spieler ab 12 Jahren.

2017 hat es GWT auf die Empfehlungsliste zum Kennerspiel geschafft, sowie auf den 2. Platz beim deutschen Spielepreis.

Wir befinden uns im Amerika des 19. Jahrhunderts und als Viehzüchter müssen wir unsere Rinderherden von Texas nach Kansas City treiben, von wo aus sie mit dem Zug in Richtung Westen transportiert werden. Je höher die Zuchtwerte der Rinder sind die wir nach Kansas City schaffen, desto mehr Geld bringt uns das ein. Allerdings wird nicht die Gesamtanzahl der gehörnten Viecher auf unserer Hand gewertet, sondern nur die unterschiedlichen Rinderarten. Zwei 1er Rinder sind einen Punkt wert und drei 6er Rinder sind sechs Punkte wert, also insgesamt 7 Punkte.

Doch wo kommen die Viecher her und wie kriegen wir sie nach Kansas City?

Jeder Spieler hat ein eigenes Tableau mit einer Übersicht des Rundenablaufs, den  Sonderaktionen, Zertifikaten und dem eingestelltem Personal. Zudem hat jeder ein identisches Herdendeck bestehend aus 14 Karten, sowie 10 Gebäudeplättchen, die ebenfalls bei allen Spielern identisch sind.

In der Tischmitte wird ein Spielplan aufgebaut, auf dem verschiedene Pfade, sowie die Eisenbahnstrecke abgebildet sind. Außerdem liegen dort Cowboys, Handwerker und Ingenieure aus, die eingestellt werden können.

Zu Spielbeginn liegen auf den Pfaden auf dem Spielplan u.A. neutrale Gebäudeplättchen aus, auf denen die Spieler die abgebildeten Aktionen durchführen können, z.B. Rinder kaufen, Personal einstellen, Karten ablegen um Geld zu erhalten, etc..

Im Laufe der Partie können die Spieler eigene Gebäudeplättchen bauen, die ihnen weitere/bessere Aktionen ermöglichen – allerdings bringen die Plättchen anderen Spielern keine Vorteile; sie dürfen darauf nur eine ihrer freigeschalteten Sonderaktionen durchführen.

Generell gilt: da die Aktionen oft Rinderkarten benötigen, man aber auch einen Teil der Herde nach Kansas City bringen möchte, muss man sich gut überlegen ob man eine Aktion durchführt und dadurch ggf. auf Geld verzichtet.

Wie bereits zu Beginn erwähnt, werden die Rinder in Kansas City auf Züge verladen. Bis wohin der Zug liefern kann, ist vom erreichten Zuchtwert abhängig und wie man sich denken kann, ist ein höherer Wert vom Vorteil, denn die entfernteren Städte sind am Ende mehr Punkte wert.

Der grobe Spielablauf ist also: neue Handkarten ziehen, mit der Spielfigur entlang der Pfade laufen und Aktionen durchführen und in Kansas City gucken, wie viel Geld man bekommt. Am Spielende gibt es Punkte für Geld, gebaute Gebäude, erfüllte Aufträge, etc..

So an sich ist Great Western Trail vom Grundprinzip her nicht wirklich kompliziert, aber durch den Kartenmechanismus hat man nicht in jeder Runde das auf der Hand, was man sich wünscht und muss seine Taktik daher immer wieder anpassen. Auch muss man im Blick haben, welche Karten man im Deck hat und die Lok sollte man ebenfalls nicht vernachlässigen.

Generell finde ich GWT nicht schlecht; ich mag das Thema und es bietet eine ganz gute Portion an Taktik, aber mir persönlich gibt es hier zu viele Dinge, auf die man gleichzeitig achten muss und da passt mir der glücksbasierte Kartenmechanismus nicht wirklich in den Kram. Vorerst wird GWT zwar in unserer Sammlung bleiben, aber sobald wir Platz benötigen, wird es sehr wahrscheinlich weichen müssen.


Als zweites Spiel kam “Teotihuacan – die Stadt der Götter” auf den Tisch. Erschienenen ist es letztes Jahr (2018) bei Schwerkraft, der Autor ist Daniele Tascini, die Illustrationen stammen von Odysseas Stamoglou und geeignet ist es für 1-4 Spieler ab 14 Jahren.

Wem die Kombination aus Autor und Thematik irgendwie bekannt vorkommt, der liegt damit richtig: Daniele Tascini ist zusammen mit Simone Luciani für das Spiel “Tzolk’in – Der Maya Kalender” verantwortlich (hier vorgestellt), dessen Elemente sich z.T. in Teotihuacan wiederfinden.

Nachdem wir das Spiel in Duisburg gekauft haben, stand es leider erstmal eine Weile im Regal, bis mein Freund nun endlich Zeit hatte, in Ruhe die Regeln durchzulesen. Beim Aufbauen ist uns dann aufgefallen, dass die Holzscheiben für den gelben Spieler fehlen… aber halb so wild, nach kurzem e-Mail – Verkehr mit Schwerkraft wurde uns Ersatz zugesichert, der inzwischen auch angekommen ist 🙂

Aber zurück zum Spiel… nachdem der Aufbau erledigt war und mein Freund mir die Regeln erklärt hat, ging die Partie auch schon los.

Mit Hilfe von Würfeln (Arbeiter) können auf 8 Feldern Aktionen durchgeführt werden und anschließend kann der verwendete Würfel um einen Augenzahl höher gedreht werden. Das ist wichtig, denn die Würfel starten mit einer bestimmten Augenzahl und auf manchen Feldern sind für bestimmte Aktionen bestimmte Augenzahlen notwendig.

Insgesamt stehen den Spielern 4 Würfel zur Verfügung, wobei der 4. Würfel erst freigeschaltet werden muss. Die Aktionen, die man machen kann, sind z.B. Pyramide bauen, Anbeten (im Tempel aufsteigen), Rohstoffe sammeln, etc.

Für viele Aktionen wird mehr wie ein Würfel benötigt, doch pro Zug darf man nur einen Würfel bewegen; wie können wir also Aktionen mit 2 oder 3 Würfeln durchführen? Hierfür müssen wir die Würfel einfach Zug für Zug weiterbewegen, bis wir z.B. 3 eigene Würfel auf einem Aktionsfeld beisammen haben.

Das Spiel geht über mehrere Runden, sog. Eklipsen. Auf dem Spielplan ist eine Art Kalender abgebildet, auf dem sich 2 Kalenderscheiben befinden. Die weiße Kalenderscheibe wird stets von dem letzten Spieler in der Runde weiterbewegt, oder wenn ein Würfel „aufsteigt“, also die Augenzahl 6 erreicht. Erreicht der weiße Marker den schwarzen Marker, so ist eine Runde vorbei und es kommt zur Zwischenwertung. Nach 3 Eklipsen ist das Spiel vorbei.

Im Prinzip ist Teotihuacan ein ganz normales worker- bzw. dice placement – Spiel; man setzt die Würfel ein, macht eine Aktion, bekommt Rohstoffe, punktet durch verschiedene Ereignisse, etc., doch ist hier die Art, wie die Würfel verwendet werden anders, als bei anderen mir bekannten dice placement – Spielen und das finde ich interessant und herausfordernd. Generell mag ich hier, wie auch bei anderen komplexeren Spielen, dass man stets vorausschauend planen muss und dass das Spiel trotz Würfeln nicht glücksbasiert ist. 

Mir hat Teotihuacan nach der ersten Partie jedenfalls gut gefallen und ich freue mich schon auf die nächste. Bilder habe ich zu dem Spiel nicht so viele gemacht, da ich diesmal ziemlich konzentriert gespielt habe 🙂


 So, das war’s für heute & ich wünsche allen ein wunderbares Wochenende!

LG,

Kaisa

 

 

 

 

 

 

 

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