Wochenende Nr. 34

Hallihallo

Und wieder ist eine Woche vorbei. Ich hoffe, ihr habt sie gut überstanden und konntet auch das Wochenende genießen.

Wir waren am Samstag in der Stadt unterwegs und heute Vormittag war ich wieder im Park für 2 Stunden Yoga bei Sonnenschein und frischer Luft. Das Thema diese Woche war „finde deine Mitte“, oder so ähnlich… jedenfalls habe ich u.A. die Krähen – Position gelernt, wenn auch nicht wirklich hinbekommen… da verlagert man das ganze Gewicht irgendwie auf die Hände und hebt dann die Füße vom Boden ab. Die Krähe gibt es auch noch seitlich…

Auf den Tisch kamen bei uns diese Woche 3 Spiele: Azul (mal wieder), El Grande und T.I.M.E Stories mit dem Erweiterungszenario „Lumen Fidei“.


Da ich zu „Azul“ ja schonmal was geschrieben habe, muss ich das jetzt nicht unbedingt nochmal machen, so dass ich heute mit einem alten Spiel anfange: „El Grande“ von Wolfgang Kramer und Richard Ulrich mit Illustrationen von Doris Matthäus. Erschienen ist es bei Hans im Glück im Jahr 1995 und wurde im Jahr 1996 zum „Spiel des Jahres“ gekürt. Inzwischen ist es im Handel nur noch als „Big Box“ mit allen Erweiterungen erhältlich.

Das Spiel war ein Flohmarktfund – wir haben den Karton nicht so übel zugerichtet. Das Material hingegen ist in einem top – Zustand.

Nachdem wir das Spiel vor einiger Zeit auf dem Trödelmarkt gekauft haben, hat mein Freund dieses Wochenende das übersichtliche Regelheft durchgelesen, so dass wir es endlich spielen konnten.

Wir sind Adlige im 15 Jahrhundert und breiten uns in Spanien aus. Unsere Aufgabe ist es, uns mit unseren „Caballeros“ in möglichst vielen verschiedenen Spanischen Regionen auszubreiten, um am Ende das Spiel für uns entscheiden zu können.

Der Rundenablauf ist sehr einfach: es werden neue Aktionskarten aufgedeckt, die Spieler spielen ihre Machtkarten aus und anschließend machen die Spieler ihre Züge, je nach Wertigkeit ihrer ausgespielten Machtkarten. Die Spielzüge sind dabei auch schnell abgehandelt, so dass man hier nicht lange warten muss, bis man wieder dran ist.

El Grande ist ein ziemlich einfaches Mehrheitenspiel, das mit zwei Spielern zwar funktioniert, aber nicht so viel Spaß macht. Zu zweit kann man besser abschätzen, was der andere im nächsten Zug machen wird und der Ärgerfaktor bei den Aktionskarten ist wesentlich größer, da man genau weiß, wer den negativen Effekt abbekommen wird. Ich kann mir daher gut vorstellen, dass das Spiel mit mehr Spielern mehr Spaß macht.


Dieses Wochenende haben wir uns seit langem wieder an ein Erweiterungszenario zu dem kooperativen Spiel T.I.M.E. Stories gesetzt. Das Grundspiel ist bei uns im Jahr 2016 bei Asmodee erschienen und kam auf die Nominierungsliste zum Kennerspiel des Jahres 2016. Der Autor ist Manuel Rozoy, die Illustratoren (Grundspiel) sind: Benjamin Carré, David Lecossu und Pascal Quidault.

Wir sind Zeitreisende in einer Art „Point-and-Klick“-Adventure im Brettspielformat und unsere Agentur schickt uns in die Vergangenheit, um Probleme zu beseitigen, die durch illegale Zeitreisen entstanden sind. Damit wir nicht mit unseren modernen Klamotten in den anderen Zeitlinien auffallen, übernehmen wir dort Körper von Wirten/ Avataren, die verschiedene Eigenschaften haben. So können wir uns in den Szenarien bewegen und Orte erkunden.

Das Grundspiel kommt mit dem Szenario „die Nervenheilanstalt“ und inzwischen sind 7 weitere Szenarien erhältlich.

Wir haben uns heute „Lumen Fidei“ vorgenommen. Das Szenario spielt im Jahr 1419 und wir sind unterwegs in einer diplomatischen Mission im Auftrag des Papstes. Mehr kann ich dazu aber auch nicht verraten, ohne das Spielgeschehen zu spoilern. Dennoch habe ich zur Vorstellung von T.I.M.E Stories Aufnahmen mit Material von „Lumen Fidei“ gemacht. Man sieht von dem Szenario nur den Aufbau, also das, was jeder Spieler zu Beginn des Spiels sieht.

Das Spiel ist kooperativ und hat man mit einem Szenario begonnen, ist es schwer, einen weiteren Spieler mitspielen zu lassen. Außerdem sind die Szenarien nur einmal spielbar, da man bei einem neuen Durchgang schon weiß, wo man welche Entscheidungen treffen muss. Im Gegensatz zu den meisten Escape Room – Spielen, wo oft Material zerstört wird, kann man hier die Szenarien auch an andere Spieler weitergeben. Außerdem kann man die Partien auch mittendrin unterbrechen und in der Grundspielbox verstauen, ohne dass etwas durcheinandergerät.

Für T.I.M.E Stories sollte man auf jeden Fall eine gewisse Frust-Toleranz besitzen, da man kein Szenario im allerersten Durchgang schafft und sie vllt. 3-4x wiederholen muss. Zu zweit funktioniert das Spiel ganz gut – hier sitzen halt weniger Leute am Tisch, die irgendwelche Entscheidungen treffen müssen, aber dennoch spielt man mit 4 Charakteren.

Uns gefällt das Spiel jedenfalls ganz gut, auch wenn manche Szenarien nicht so gut waren. Dieses Jahr werden „Die Bruderschaft der Küste“ und „Das Hadal – Projekt“ erscheinen, welche wir uns auf jeden Fall holen werden, auch wenn wir uns mit dem Durchspielen meistens Zeit lassen.


LG,

KR

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