Wochenende Nr. 44: Cuboro und Coimbra

Hallihallo!

Ich hoffe, ihr habt diese Woche gut überstanden?

Wir haben einiges gespielt, aber ich stelle diesmal nur „Tricky Ways“ und „Coimbra“ vor.

Tricky Ways fasal ist ein abstraktes Spiel, das auf dem Cuboro – Kugelbahnsystem basiert. Die Spielidee wurde schon 2012 von Johannes Guischard als Holzvariante umgesetzt und jetzt, 2018, erschien das Spiel in einer preisgünstigeren Variante aus Fasal. „[…]Fasal ist ein Holzkomposit-Werkstoff und besteht hauptsächlich aus Holz (PEFC-zertifiziert) und anderen erneuerbaren Rohstoffen und erfüllt mit einem geringen Anteil an PP die EN 71/3-Norm für Spielzeug.[…] (Quelle:https://cuboro.ch/2/1/de/Info/Produkte/EDITION_cuboro/tricky_ways_fasal)

Empfohlen wird es ab 6 Jahren und ist für 2-4 Spieler gedacht.

Es geht hierbei darum, Murmeln in ihre Ziellöcher rollen zu lassen. Dafür muss man aus den Würfeln Wege für die Kugeln legen, die möglichst lang sein sollten, denn pro verwendeten Würfel gibt es Punkte.

Für den Einstieg gibt es zwei Aufbauvarianten: eine, bei der die Kugeln stets sichtbar rollen und eine, bei der die Kugeln durch Tunnel kullern. Ist man mit dem Spiel vertraut, kann man die Würfel zu Beginn auch beliebig aufstellen.

Ein abendfüllendes Spiel, das die Köpfe rauchen lässt, ist Tricky Ways keinesfalls. Es ist vom Ablauf her sehr simpel, auch wenn es nicht immer einfach ist, mit 3-4 Spielzügen die optimale Strecke zu bauen. Etwas ärgerlich ist, dass die Murmeln bei längeren Strecken am Ende nicht mehr genug Energie haben, um ins Ziel zu rollen; da muss man dann ein wenig nachhelfen. Auch hat der Startspieler bei dem Standardaufbau der leichten Variante einen Startspielervorteil und kann sich direkt 10 Punkte einheimsen.

Regelmäßig werden wir Tricky Ways wahrscheinlich nicht auf den Tisch stellen, aber für ab und zu ist es eine ganz nette Knobelei.


Gleich 2x haben wir diese Woche „Coimbra“ gespielt. Ein Spiel für 2-4 Spieler ab 14 Jahren von Virginio Gigli und Flaminia Brasini, mit Illustrationen von Chris Quilliams. Erschienen ist es bei Eggertspiele/ Pegasus.

Coimbra ist eine real existierende Universitätsstadt in Portugal und im Spiel geht es natürlich darum, die meisten Siegpunkte zu generieren.

Um dies zu tun, können wir Klöster besuchen, Expeditionen unterstützen, Wachen anstellen und unser Geldeinkommen steigern. Dafür ist es wiederum wichtig, Einwohner für sich zu gewinnen, denn sie gewähren uns diverse Boni; mal einmalig, mal dauerhaft.

Um Einwohner zu bekommen und Einkommen zu erhalten, müssen Würfel geschickt eingesetzt werden.

Der Startspieler würfelt mit allen Würfeln (Phase A) und nacheinander wählen die Spieler Würfel aus, die sie in ihre Würfelhalter stellen, um damit die Stadtteile auf dem Spielplan zu markieren, aus denen sie Einwohner anwerben möchten. Insgesamt wählt jeder auf diese Weise 3 Würfel aus (Phase B).

Danach werden die Stadtteile von oben nach unten abgearbeitet (Phase C). Wessen Würfel die höchste Augenzahl anzeigt, darf zuerst wählen, welche Karte er haben möchte. Anschließend bezahlt er direkt die geforderte Währung (Münzen oder Wachen) in Höhe der Würfelaugenzahl und stellt den Würfel vor sich auf das Tableau.

Danach folgt Phase D, in der die Startspielerreihenfolge für die nächste Runde festgelegt wird. Außerdem wird nach dieser neuen Reihenfolge auch die Einkommensphase E abgearbeitet: hier sind wieder die Würfel wichtig. Diesmal aber nicht die Augenzahl, sondern die Farbe. Bei grau gibt es Wachen, bei orange Münzen, bei grün Siegpunkte und bei lila darf man den Pilger bewegen.

Zum Schluss folgt noch Phase F, in der man eine Expedition unterstützen darf.

Nach 4 Runden ist das Spiel schon vorbei und es wird die Schlusswertung durchgeführt, bei der man noch gut Punkte machen kann.

Auf dem ersten Blick wirkt Coimbra sehr bunt und unübersichtlich, doch die Phasen sind auf den Spielertableaus abgebildet und insgesamt ist die Symbolik weitestgehend eindeutig. Der Würfelmechanismus, durch den das Spiel das „gewisse Etwas“ bekommt, ist gut durchdacht und verlangt von den Spielern stetiges Mitdenken und gute Planung beim Kauf von Einwohnern und für die spätere Einkommensphase. Durch die Plättchen und Karten ist außerdem jede Partie anders, so dass der Wiederspielreiz erstmal nicht nachlässt.

Mir gefällt das Spiel daher ziemlich gut und auch weil es zu zweit prima funktioniert und eine angenehme Länge hat.


„Ruchlos“ von Boardgamecircus haben wir diese Woche ebenfalls gespielt, aber das stelle ich euch kommende Woche vor.

Ich wünsche allen einen guten Start in die neue Woche!

LG,

KR

 

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