Wochenende Nr. 48: Ein Fest für Odin und Scythe

Hallihallo!

Es ist…Mittwoch! Ja, ich habe diesmal geschludert und am Sonntag nix geschrieben. Und das mit voller Absicht! Mein Freund hatte Geburtstag und daher habe ich mich am Abend nicht an den PC verkrümelt. Das hole ich heute einfach nach, denn gespielt haben wir am Sonntag trotzdem.


Aber bevor ich zu den Spielen komme, wollte ich noch ein paar Gedanken zum Thema EXIT- Spiele loswerden. Letzte Woche habe ich ein wenig ausgemistet und dabei sind mir die EXIT- Schachteln entgegengefallen… 8 kleine Spiele, die man nie wieder verwenden kann.

Zwar macht es Spaß, sich zu überlegen, wie man etwas knicken oder ausmalen oder ausschneiden muss, doch inzwischen finde ich das Zerstören nicht mehr so cool wie am Anfang, als EXIT noch neu auf dem Markt war. Vor allem, wenn man sich mal überlegt, wie viele Exemplare schon verkauft wurden und inzwischen im Müll gelandet sind.

Letze Woche habe ich über ein „Escape Adventures“ – Buch aus dem TOPP- Verlag berichtet. Auch da hätte ich mir eine Lösung gewünscht, um mit dem Material nachhaltiger umzugehen. Wenn ich nicht weiß, auf welche Seiten ich etwas hineinmalen oder etwas ausschneiden muss, kann ich auch nicht vorher Kopien machen. Und ich kann auch nicht während des Spiels ständig zum Kopierer rennen.

Auch wenn solche einmal-Abenteuer immernoch beliebt sind, finde ich die Notwendigkeit zum Kaputtmachen schade. Auf der Seite Brettspielbox.de habe ich gelesen, dass nächstes Jahr beim Kosmos- Verlag eine neue Reihe von Abenteuerspielen erscheint: „Adventure Games“ von Phil-Walker Harding und Matthew Dunston. Ich bin einmal gespannt auf die Umsetzung, denn inzwischen gibt es viele verschiedenen Arten der Escape- Spiele und ich bin auch gespannt darauf, wie mit dem Material umgegangen wird. Anscheinend bin ich in der Hinsicht erwachsen geworden (eingeschweißte Gurken finde ich auch doof!).

Material aus 8 EXITs, das definitiv in die Tonne kann. Den Rest, der nicht zerschnibbelt werden musste, kann man allerdings auch nicht mehr gebrauchen.

Ach ja, wo ich schon grad‘ beim Thema Exit/Escape- Spiele bin: unser Neuzugang in dieser Kategorie ist von Ravensburger das „Exit Puzzle“. Also eigentlich gehört es meinem Freund, da er’s zum Geburtstag bekommen hat, aber ich hoffe, dass ich mitpuzzeln darf 🙂 Viel wissen wir darüber jedenfalls nicht, nur, dass das Motiv, das wir zusammensetzen, nicht das Motiv ist, das auf dem Schachtelcover zu sehen ist. Das Setting ist aber wohl dennoch in einem Tempel- man puzzelt also kein niedliches Kätzchen oder so.


Ein weiterer Neuzugang in unserem Regal ist „Aufstieg der Fenris“. Das ist die dritte Erweiterung zu Scythe und bringt eine Kampagne aus 8 Episoden mit sich. In der Box befinden sich viele Teile, die man sich erst anschauen darf, wenn man im Spiel dazu aufgefordert wird; es kommt also eine Art Legacy- Mechanismus hinzu, wobei durch die vielen kombinierbaren Module das Spiel wiederholt gespielt werden kann und nicht zum einmaligen Abenteuer wird.

Wir sind sehr gespannt darauf, doch werden wir uns wohl frühestens an den Feiertagen, wenn wir mehr Zeit haben, mit den Kampagnen beschäftigen.

Daher haben wir am Sonntag nur eine normale Partie gespielt, mit der ersten Erweiterung „Invasoren aus der Ferne“.

 

 

Diese bringt 2 neue Nationen mit sich: Togawa und Albion. Diese sind im Gegensatz zu den anderen Nationen nicht auf das Waten (also das Überqueren von Flüssen) angewiesen, sondern können sich von Anfang an relativ frei auf dem Plan bewegen. Außerdem bringen sie Sonderfähigkeiten mit sich. Die Togawa (vertreten durch Akiko & Äffchen Jiro) können Fallen stellen, die negative Effekte auf andere Spieler haben und die Albion (vertreten durch Connor & Wildschwein Max) können Plättchen auf Gebieten verteilen, damit diese bei den Gebietswertungen doppelt zählen.

Eine schöne kleine Erweiterung, die das Spiel irgendwie vollständiger macht, da die Startgebiete für die Nationen schon auf dem Spielplan abgedruckt sind, aber ohne die Erweiterung nie benötigt werden. Außerdem spielt man mit den beiden Nationen doch etwas anders, als mit den anderen; man ist mehr darauf aus, sich auf dem Plan auszubreiten und seine Plättchen zu verteilen.

In unserer 2er- Partie ging es noch relativ friedlich zu, aber ich kann mir gut vorstellen, dass z.B. die Fallenplättchen in einer Mehrpersonen-Partie zum Ärgernis werden können. Außerdem denke ich, dass es auch eher zu Konflikten kommt, da sich die beiden Fraktionen schneller ausbreiten können, während die anderen Fraktionen die Flüsse nur an bestimmten Stellen überqueren dürfen.


Ein weiterer Feuerländer auf unserem Tisch war „Ein Fest für Odin“. Ein Spiel von Uwe Rosenberg mit Illustrationen von Dennis Lohausen; erschienen im Jahr 2016 und geeignet für 1-4 Spieler ab 12 Jahren. Dieses Jahr ist außerdem die große Erweiterung „Die Norweger“ erschienen.

In diesem Wikinger- Spiel können wir viele Dinge tun, wie z.B. plündern, jagen, handeln, auswandern und puzzeln.

Die Spieler bekommen ein eigenes Tableau und zu Beginn eine bestimmte Anzahl an Wikingern. Jede Runde bekommt man eine weitere Figur hinzu.

Diese Wikinger kann man auf dem allgemeinen Aktionstableau einsetzen, um die dort aufgeführten Aktionen auszuführen. Je nachdem, in welcher Spalte die Aktion steht, müssen 1, 2, 3 oder 4 Wikinger eingesetzt werden. Eine Aktion kann pro Runde nur einmal ausgeführt werden. Neben dem Einsetzen müssen die meisten Aktionen auch bezahlt werden oder es müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein.

Grüne und blaue Warenplättchen, die man erhält, kann man auf dem eigenen Tableau verwenden, um die Wiese abzudecken. Dadurch kann man bestimmte Belohnungen freischalten, mehr Geld erhalten und vermeiden, dass man am Spielende allzuviele Minuspunkte bekommt.

Wem das Puzzeln auf dem Heimatplan zu langweilig ist, der kann sich auf einer Erkundungstour eine Insel zulegen und dort Plättchen anlegen.

Am Ende einer Runde müssen die Wikinger ernährt werden, da es sonst eine Strafe gibt. Man kann die „Fütterung“ allerdings günstiger machen, wenn man die Wikinger „auswandern“ lässt. Wer nicht da ist, muss schließlich nicht gefüttert werden!

Vom Spielablauf her ist „Ein Fest für Odin“ trotz der Ausmaße ein relativ einfaches Workerplacement- Spiel. Man setzt einen Arbeiter (Wikinger) auf ein Aktionsfeld, führt die Aktion durch und der Nächste ist an der Reihe. Am Ende der Runde gibt es Geld und am Ende des Spiels gewinnt der mit den meisten Punkten. Worauf man bei dem Spiel achten sollte, ist dass man auch Punkte macht und nicht nur Minuspunkte vermeidet.

In einer Mehrpersonen- Partie kommt man sich auf dem Aktionstableau bestimmt öfters in die Quere und daher ist es an sich gar nicht mal so schlecht, dass es viele Möglichkeiten gibt, um an Punkte heranzukommen. So hat man immer die Möglichkeit, einen anderen Weg zu finden, um vllt. zu gewinnen. 

In unseren 2er- Partien kommt es allerdings eher selten dazu, dass wir uns auf dem Plan im Weg stehen, so dass jeder seiner eigenen Gewinnstrategie nachgehen kann. In unserem Fall setze ich immer auf die Auswanderung und gewinne daher auch meistens. Was wir auch eher selten machen, ist das Entdecken von Inseln. Meist holen wir uns lediglich ein neues Gebäudeplättchen hinzu. Sogesehen ist das Spiel für 2 Spieler zwar geeignet, weil ohne Einschränkungen spielbar, aber die vielen Spielmöglichkeiten werden nicht voll ausgeschöpft, weil dazu keine Notwendigkeit besteht.

Bei der Erweiterung „Die Norweger“ ist das Aktionstableau wohl modular aufgebaut, so dass es an die Spielarzahl angepasst wird, aber da wir die Erweiterung nicht haben, kann ich nicht sagen, wie sich das auf den Spielablauf auswirkt.

Insgesamt ist „Ein Fest für Odin“ zwar aufgrund der vielen Optionen ein Kennerspiel, aber kein allzuschweres, weil man irgendwie immer an Punkte herankommt.


Sooooo, das war’s für heute. Mal sehen, was nächsten Sonntag auf den Tisch kommt. Allzuviel werden wir diesen Monat jedenfalls nicht spielen, da mein Freund im Dezember nur Sonntags und an den Feiertagen frei hat.

Ich wünsche auch allen noch eine angenehme Restwoche!

LG,

KR

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.