Wochenende Nr. 50: Advent, Advent…

Hallihallo!

Diesmal halte ich mich ziemlich kurz. Einerseits ist diese Woche wieder nicht viel vorgefallen, andererseits ist es schon relativ spät und ich habe mir vorgenommen, ab sofort nicht mehr so spät am Blog zu schreiben. Ab dem nächsten Jahr werde ich meine „Blogschreibzeit“ irgendwie anders organisieren, damit ich nicht immer spät am Sonntagabend an der Tastatur sitze…

Mitte der Woche hatte ich eine Benachrichtigung im Briefkasten, dass ich etwas bei der Postfiliale abholen kann… doch statt mit dem erwarteten Päckchen von meiner Freundin bin ich mit einem großen Karton voller Spiele nach Hause getapst:

Die Spiele habe ich bisher allerdings nur ausgepöppelt. Freu‘ mich schon auf die Feiertage; dann haben wir viel Zeit zum Lesen der Regeln und zum Spielen 🙂

Gestern, also am Samstag, war Familientreffen angesagt. Erstmal waren wir auf dem Weihnachtsmarkt am Haus Grünewald in Solingen. Ein sehr schöner Weihnachtsmarkt, wo man hauptsächlich Kunsthandwerk vorfindet (und auch leckeres Essen). Nach dem kleinen Ausflug stand dann ein Restaurantbesuch auf dem Programm und dann war der Tag auch schon vorbei.

Heute hatte ich noch einiges zu erledigen und es stand wieder Restaurantbesuch auf dem Plan… der Dezember ist ein Monat des Schlemmens…

Neben den Erledigungen hatte ich noch ein wenig Zeit zum dekorieren. Gestern auf dem Weihnachtsmarkt habe ich mir kleine Papier-Lampenschirmchen gekauft, die man an die Lämpchen von Lichterketten dran machen kann. An meinem Lichter-Bäumchen machen sie sich aber auch ganz gut:


Gespielt haben wir am Nachmittag tatsächlich auch noch – und zwar „Roll Player“ (1-4 Spieler ab 10 Jahre) –  ein Spiel von Keith Matejka, mit Illustrationen von Luis Franciso und John Ariosa.

Erschienen ist das Spiel bereits 2016, doch erst seit diesem Jahr ist es hierzulande beim Pegasus- Verlag erhältlich. Nächstes Jahr soll die Erweiterung „Monster & Minions“ erscheinen.

Bei dem Spiel geht es darum, sich einen Charakter zu erschaffen. Zur Verfügung stehen verschiedene Völker aus der Fantasywelt: Zwerg, Drache, Mensch, Halbling, ect… Von denen sucht man sich ein Volk aus und legt das Spielertableau vor sich hin. Danach bekommt jeder Spieler eine Klasse, Vorgeschichte und Gesinnung im kartenformat zugeteilt. (Ich war in unserer diesmaligen Partie z.B. eine adlige fanatische Elfenmagierin.)

Die Klasse gibt einem einen dauerhaften Bonus und zeigt an, welche Werte der Charakter am Ende haben sollte, um punkten zu können, die Gesinnung kann zusätzliche Punkte am Spielende wert sein oder zum Punkabzug führen und die Vorgeschichte stellt eine Art Nebenaufgabe dar, für die man am Spielende 1-6 Punkte erhalten kann.

Hat man sich die Karten angeschaut und auf dem Spielertableau an die passenden Stellen gelegt, kann das Spiel auch schon beginnen. Hierbei werden pro Runde eine bestimmte Anzahl an Würfel aus einem Beutel gezogen, aufsteigend auf eine bestimmte Anzahl an Initiativekarten gelegt und dann suchen sich die Spieler zunächst im Uhrzeigersinn aus, welchen Würfel sie haben möchten. Danach führen sie, aufsteigend nach den Werten auf den Initiativekarten, ihre Aktionen aus.

Das Spielertableau hat zentral 18 Aussparungen (Attribute), in die während des Spiels die ausgewählten Würfel hineingelegt werden. Hat man einen Würfel positioniert, kann man die Aktion durchführen, die am Ende der Reihe angezeigt wird. Da die Würfel von ihren Positionen nicht mehr wegbewegt werden, muss man sich gut überlegen, wo man die Würfel platziert, denn wenn die Reihe voll ist, kann man die Aktion auch nicht mehr durchführen.

Mit den Augenwerten der Würfel muss man versuchen, auf die Werte zu kommen, die auf der Klassenkarte  angegeben sind. Zusätzlich hat man noch die Möglichkeit, Karten zu kaufen.

Die Karten haben verschiedene Eigenschaften: Fertigkeiten (zusätzliche Aktionen), Rüstung (Bonuspunkte wert, wenn man ein Set zusammen hat), Waffen (können Werte erhöhen; man darf allerdings nicht mehr Waffen als Hände haben und manche Waffen müssen mit beiden Händen gehalten werden) und Merkmale (bestimmte Bedingungen, die man erfüllt haben muss, um am Ende Bonuspunkte zu erhalten).

Das Spiel ist zuende, wenn die Spieler alle Attribut- Felder mit Würfeln besetzt haben. Wer am meisten Punkte hat, der gewinnt das Spiel.

Insgesamt verläuft Roll Player relativ interaktionsarm, auch wenn man dem Mitspieler den einen Würfel oder die andere Karte wegschnappen kann, weil man zuerst dran ist. Auch das Fantasythema ist nur oberflächlich vorhanden – genausogut könnte man im Spiel einen Rennwagen aufmotzen.

Auch finde ich es schade, dass man mit dem fertigen Charakter nichts anfangen kann. Bei Videospielen fängt ja nach der Charakteroptimierung der Spaß erst richtig an.

Das Würfeloptimieren gefällt mir aber ganz gut, da man von Beginn an darüber nachdenken muss, wo man welche Würfel platziert, da man sich sonst seine Aktionen verbaut. Allerdings ist man im Spiel auch vom Würfelglück abhängig, da die Aktionen begrenzt sind, so dass es sein kann, dass man den gewünschten Würfel in einer bestimmten Farbe oder mit einer bestimmten Augenzahl gar nicht bekommt.

Nach der ersten Partie finde ich das Spiel weitestgehend ok und werde es auch weiterhin mit meinem Freund spielen; ich hoffe aber, dass es durch die Erweiterung, die nä. Jahr erscheint, spannender wird und mehr bietet, als bloßes Optimieren.

 


So besinnlich die Adventszeit auch sein soll – ich bin froh, wenn die 4. Kerze brennt und der Vorweihnachtsstress vorbei ist. Dann hat man auch wieder Zeit für zeitintensive Hobbies -in dem Fall das Schreiben des Blogs.

LG,

KR

 

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